| Quellen von Wilhelm Hauff zu "Die
Geschichte von dem Gespensterschiff" aus: Mährchen-Almanach auf das Jahr 1826, für Söhne und Töchter gebildeter Stände |
| Die Märchen Hauffs erschienen in
drei Almanachen von 1825 bis 1828. "Die Geschichte von dem Gespensterschiff"
befand sich im Mährchen-Almanach auf das Jahr 1826, für Söhne
und Töchter gebildeter Stände. Hauff schrieb einen Einleitung,
der Almanach erschien im November 1825. Die Rahmenhandlung "Die Karawane" und viele Stoffe der Hauffschen Märchen lassen den Einfluß der Erzählungen aus Tausendundeine Nacht erkennen. Die erste deutsche Übersetzung dieses orientalischen Märchenreigens wurde 1825 in 15 Bänden von Habicht, v. d. Hagen und Schall herausgegeben. |
| Als Quelle wird in der Winkler-Ausgabe
die anonyme Erzählung "Von Evert, oder Ursprung der Matrosensage von dem
fliegenden Holländer", Stuttgarter Morgenblatt, 1824, Nr. 45 ["Von
Evert" ist der Schiffsname] angegeben. Johannes Barth weist nach, daß die Bezüge des Hauffschen Gespensterschiffs zu dieser Erzählung nur gering sind (Barth 1991, 172). Auch zu "The Storm-Ship" von Washington Irving sieht Barth wenig Beziehung. Nachdem Hauff mit dem Werk Walter Scotts wohlvertraut war, liegt nahe, dessen Seemannslegende im Canto II von "Rokeby" zu untersuchen.
Zusammenfassung der Hauptquellen für Hauffs Gespensterschiff Walter Scott: "Rokeby" Ad. Storck: Burg Rokeby anonym: "Vanderdecken's Botschaft in die Heimath, oder die Gewalt der Verwandtenliebe". |
| [*] Dieser Ad. Storck übersetzte einige Gedichte von Walter Scott ins Deutsche, darunter auch Ellens "Hymn To The Virgin". Es ist aus Scotts "The Lady of the Lake", Canto III von 1810 (das Lied beginnt mit: "Ave Maria! maiden mild! Listen to a maiden's prayer!"). Storcks "Hymne an die Jungfrau" wurde 1825 von Franz Schubert zum berühmten "Ave Maria" vertont. Zum Text zurück |
| Literatur anonym. "Vanderdecken's Message Home oder The Tenacity of Natural Affection". Blackwood's Edinburgh Magazine, Mai 1821 . "Vanderdecken's Botschaft in die Heimath, oder die Gewalt der Verwandtenliebe". Morgenblatt für gebildete Stände, Nr. 165-167. Übersetzung von "Vanderdecken's Message Home" Barth, Johannes. "Neue Erkenntnisse zu den Quellen von Wilhelm Hauffs Märchen". Wirkendes Wort 41, Heft 2 (1991), S. 170-183. . "Neues zum Fliegenden Holländer. Die bislang unbekannte erste Mitteilung der Sage in deutscher Sprache und Wilhelm Hauffs Geschichte von dem Gespensterschiff". Fabula 35 (1994), S. 310-315. Hauff, Wilhelm. "Die Geschichte von dem Gespensterschiff". Sämtliche Werke 2. Märchen - Novellen. München: Winkler 1970. S. 25-35. Scott, Walter. The Poetical Works of Sir Walter Scott. London 1940. [1904]. . Burg Rokeby. Romantisches Gedicht in sechs Gesängen von Walter Scott. Dr. Ad.Storck, Übs. Bremen: Heyse 1822. |