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Lenz
Siegfried Lenz: Der Mann im Strom
München: DTV, 1998. Taschenbuch, 156 Seiten – Lenz LinksLenz Literatur
Dieser frühe Roman von Siegfried Lenz rinnt runter wie das Öl auf der Elbe in das seine Akteure tauchen. Er ist spannend und gut erzählt. Trotzdem ich das Werk in 1,5 Happen reingezogen habe, blieb ich unzufrieden. Warum? Alles geht zu glatt. Die Personen sind zu schwarz/weiß angestrichen, nur holzschnittartig hingestellt und dazu erhebt Lenz (ständig) den moralischen Finger. Das "ständig" ist eingeklammert, da er bei seinem Helden, den alternden Taucher Hinrichs durchaus zu moralischen Zugeständnissen bereit ist.
Gleich zu Beginn fälscht Hinrichs ein Dokument, um leichter eine Arbeit zu erhalten. Sein beobachtender Sohn Timm wird beschwichtigt. Später gebirt die böse Tat eine weitere und Hinrichs entschuldigt sich abermals. Beim Schwiegersohn in spe Manfred geht's kleinlicher zu: von Anfang an taugt er nichts und erhält auch keine Chance zur Besserung. Hinrichs Tochter Lena wendet sich etwas unmotiviert von ihm ab und dem geradezu gegensätzlich biederen Kuddl zu.
Die Handlung wird von argen Zufällen getrieben, doch ohne die läßt sich oft kein spannendes Plot arrangieren. Wen der Mief der frühen Fünfziger nicht stört, kann man Der Mann im Strom mit Vergnügen lesen.
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Siegfried Lenz LenzSiegfried Lenz: Der Mann im Strom. München: DTV, 1998. Taschenbuch, 156 Seiten
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 6.8.2005