Petrarca Motiv in Hanns-Josef Ortheil: Im Licht der
Lagune Ein durchgängiges Motiv ist die erste Strophe aus
einem Gedicht Petrarcas
Francesco
Petrarca Literatur
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| Canzoniere:
XXXV. Solo e pensoso i più deserti campi |
Solo e pensoso i più deserti
campi vo mesurando a passi tardi e lenti, e gli occhi porto per fuggire
intenti ove vestigio uman l'arena stampi.
Altro schermo non trovo
che mi scampi dal manifesto accorger de le genti; perché ne gli
atti d'alegrezza spenti di fuor si legge com'io dentro avampi;
sì ch'io mi credo omai che monti e piagge e fiumi e selve
sappian di che tempre sia la mia vita, ch'è celata altrui.
Ma pur sì aspre vie né si selvagge cercar non so
ch'Amor non venga sempre ragionando con meco, et io co'llui.
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In deutschen
Übersetzungen Allein und sinnend
durch die ödsten Lande |
Allein und sinnend durch die ödsten Lande geh
ich mit langsam abgemessnem Schritte, die Augen halt ich fluchtbereit, wo
Tritte von Menschen sind zu sehn, geprägt im Sande. |
Ortheil zitiert die Übersetzung
von Florian Neumann (
Francesco Petrarca) Aus Copyright-Gründen eine
Übersetzung des gesamten Gedichtes von 1851: |
Allein und sinnend durch die ödsten Lande Zieh
ich mit langsam abgemeßnem Schritte, Und ringsum schweift zur Flucht
mein Blick, wo Tritte Der Menschen irgendwo zu sehn im Sande.
Nicht
anders bin zu bergen ich imstande, Was schnell sich offenbart in andrer
Mitte, Weil meines Wandels freudelose Sitte Nach außen Kunde gibt
vom innern Brande;
So daß ich glaube, meinen Jammer ahnen,
Wie ich ihn vor den Menschen auch verstecke, Gebirg und Wälder nun
und Ström und Bäche.
Doch find ich nicht so rauh und wilde
Bahnen, Wo mich nicht Amor immer gleich entdecke, Daß ich mit
ihm, er sich mit mir bespreche. |
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Der Philosoph Kurt
Flasch fand die Übersetzung von 1851 durch Karl Förster
hoffnungslos veraltet. FAZ, 15.5.2002 (zitiert nach
Perlentaucher)
Übersetzungen von Karl
Förster
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Allein und sinnend,
zögernd trägen Schritts Durchmess' ich die verlassensten Gefilde,
Und meine Augen spähn, wo Menschenspur Im Sand sich fände,
daß ich ihr entfliehe. |
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Hugo Friedrich -
Nachdichtung
1964 Hugo Friedrich: 24.12. 1904 Karlsruhe 25.2. 1978
Freiburg im Breisgau; Romanist, ab 1937 Professor in Freiburg im
Breisgau
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Ich wandle langsam durch die öde
Flur, Nachdenklich einsam such' ich zu erkennen, Wie mich am sichersten
die Schritte trennen Von jedes Menschenfußes letzter Spur. |
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Übersetzung Bettina
Jacobsen, Leipzig. Insel, 1917.
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Petrarcas Canzoniere wurde
jahrhundertelang durch die katholische Kurie zensiert:
Francesco Petrarca: Canzoniere |
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