| Franz Innerhofer: Schöne Tage Deutscher Bücherbund: Stuttgart, 1981. 240 Seiten Autor Links |
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| Das Buch ist zunächst eine Wucht. Der kleine Bub Holl wird mit sechs Jahren von seiner Mutter und Stiefvater, die wirtschaftlich kaum über die Runden kommen, zu Vater und Stiefmutter gegeben. Dort ist er (wie auch die anderen Kinder) als Arbeitskraft willkommen. Es geht rau zu auf dem Hof Nummer 48. "Es wurde nicht gesporchen, sonder nur geschrien oder heiser geflüstert, nichts erklärt, sondern nur befohlen und geohrfeigt" (S. 18). Dazu kommen hierarchische und patriachalische Verhältnisse auf dem arbeitsreichen, schwer zu bewirtschafteten Hof (abwegiges Zulehen) und im Dorf Haudorf. Nach vielen qualvollen Jahren, in den der kleine Bub manchesmal kurz vorm Selbstmord stand, beginnt er als Lehrling ein neues, befreites Leben, weg vom Hof. Das wird wohl in den Folgebänden der Trilogie geschildert. | |||
Stilistisch fetzt der Autor die
Sätze dem Leser entgegen, oft in unvollständigen Sätzen oder nur
einzelne Worte.
Anstrengende Lektüre, sehr lohnend |
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| Rezeption Die Biografie des leibeigenen Kinds Holl ohne Vornamen erregte 1974 Fassungslosigkeit und Staunen. Die Zustände im Österreich der fünfziger Jahre des 20. Jhdts., im Salzburgischen, wo viele ihren Urlaub verbrachten oder gar ein Feriendomizil (am Paß Thurn gibt es sie massenweise) kauften, waren zu realistisch. Der bäuerliche Elendsrealismus geht über Peter Roseggers milde Sozialkritik weit hinaus. Der Vergleich mit Thomas Bernhard lohnt sich (siehe |
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| Franz Innerhofer 2.5.1944 Krimml, Salzburg 2002 Graz (Freitod) Sohn einer Landarbeiterin 1950 1961 Knecht auf dem Hof seines Vaters Schmiedelehre; ab 1966 Gymnasium für Berufstätige; einige Semester Studium der Germanistik und Anglistik an der Universität Salzburg 1973-1980 freiberuflicher Schriftsteller 1973 Österreichisches Staatsstipendium für Literatur 1975 Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen und den Rauriser Literaturpreis 1976/77 Förderaktion für zeitgenössische Autoren des Bertelsmann Verlages |
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