| Jakob
Arjouni: Happy
Birthday, Türke. Ein Kayankaya-Roman Zürich: Diogenes, 1987. Taschenbuch, 169 Seiten – |
| Wie ich beim zuletzt gelesenen Krimi ( Im zwielichtigen Milieu des Bahnhofsviertels in Frankfurt bewegt sich Kayankaya souverän. Er dringt in eine verzwickte Drogenszene ein. Der pensionierte Kriminaler, der so nebenher weiter ermittelt, ist hier eine Nebenfigur. Nach brutaler Ermittlungsarbeit wird binnen weniger Tagen alles geklärt. |
| Die Stärke des bereits 1985 erschienenen
Romans, der inzwischen verfilmt wurde ( Den trockenen Humor der US-amerikanischen Autoren kann man Arjouni nicht absprechen. Gut bringt der Autor in kleinen Dialogen den Rassismus zutage: »Na, Mustaffa, was gibt's?« (S. 13). Der Roman ist flott erzählt. Manchmal zu flott, im Sinne von: zu dick aufgetragen. Mit einem Schmunzeln muss man es schlucken, wenn sich Kemal bei der Polizei als Botschaftsangehöriger ausgibt und durchkommt. Ähnliche Fälle gibt es zuhauf. Manchmal schießt der Autor eindeutig übers Ziel hinaus, so wenn Kemal in äußerst angespannter Lage der Klärung "nach einer bestimmten Melodie von Louis Armstrong" sucht (S. 151). |
| Locker zu lesender Roman aus der Frankfurter Unterwelt. Arjouni übernimmt – zugegeben: gekonnt – zahlreiche US-amerikanische Klischees. Es bleibt ein Vorbehalt: die persönliche Note des ermittelnden Türken ist zuwenig um Happy Birthday, Türke zu mehr als übliches Krimifutter zu machen. |
| Links |
| Verfilmung: Doris Dörrie: Happy Birthday,
Türke! 1992 |
| Literatur |
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| Rainer-Ernst
Wicke, Jakob Arjouni: Literatur-Kartei:
Happy Birthday, Türke! Literatur-Kartei zum Kriminalroman von
Jakob Arjouni. Verlag An der Ruhr 2004. Ringeinband, 72
Seiten
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