| Lilo
Beil: Das Licht unterm Scheffel Saarbrücken: Conte, 2008. Broschiert, 178 Seiten – |
| Im zweiten Krimi mit dem Kriminaler Friedrich Gontard
bleibt die Autorin in der Region Pfalz - Heidelberg, aber es ist das
Jahr 1966. Damit liegt das Thema Studenten auf der Hand. Die junge hübsche Studentin Anna Nüsslein trifft zufällig Gontard und prompt verwickelt sie ihn in einen Mord mit Diebstahl von Gemälden. Darunter ist auch "Das Licht unterm Scheffel", eine Fälschung. Zudem verliebt sich Anna in den älteren Friedrich. Manche Fährten erweisen sich als taub, zumal der verdächtige Michael tot aufgefunden wird. Alles hängt mit den gefälschten Gemälden zusammen. |
| Die Fäden wurden von der Autorin gut ausgelegt. Als
Hintergrund dient die beginnende Studentenbewegung und ihre politischen
Ziele. Eine der Ursachen der Bewegung sind die Altnazis in Amt und
Würden. Auch dies webt die Autorin geschickt ein. Der Leser kann die
Ermittlung und die Lösung gut nachvollziehen. Die überzeugendsten und fesselndsten Kapitel stehen in der Mitte des Romans: "Hexenjagd" und "Abschied". Gelegentlich werden harmlose Episoden geheimnisvoll umrankt (z.B. "Franz Aschenbach", S. 142-146). Der Leser merkt es und die Wirkung bleibt aus. Die Handlung wird routiniert – vielleicht zu routiniert – und durchsichtig abgespult. |
| Nett zu lesender Krimi, dem trotz der Toten und der Zeitgeschichte etwas Pepp fehlt. Da mir Heidelberg durch eine Aufenthalte etwas bekannt ist wurden einige liebenswerte Erinnerungsbilder aufgerufen. Für zwischendrin gut lesbar. |
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