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Joe Fischler: Veilchens Feuer: Valerie Mausers zweiter Fall. Alpenkrimi
Innsbruck: Haymon, 2015. Taschenbuch, 288 Seiten – Joe LinksJoe Literatur
Der Krimi steigt ein mit einem Selbstfindungskurs, den Polizistin Valerie Mauser zusammen mit ihrem Exkollegen Manfred Stolwerk absolviert. Der Autor zieht alle Klischees zu dieser Art von Kursen, die man sich dazu denken kann. Mein Drang zum Weiterlesen sank. Doch dann wird  Valerie »Veilchen« Mauser während des Kurses von ihrem Chef beauftragt sich um den  Deutschrocker Wolf Rock zu kümmern. Er gibt in seiner Heimatstadt Innsbruck sein Abschiedskonzert und wird bedroht. Die Hinweise deuten auf eine von ihm begangene Schandtat im Jahr 1976 hin. Parallel zu den Ermittlungen und Sicherungsmassnahmen werden Rückblenden vom Höhepunkt der Karriere des Rockstars eingeschoben. In Wolf Rocks Karriere passierten  mehrere fragwürdige bis zwielichtige Vorfälle.
Autor Joe Fischler beherrscht die Technik des Krimischreibens. Er verzahnt mehrere Zeitabschnitte und legt einige Spuren in der Vergangenheit. Die Abschnitte enden oft mit dem berühmten Cliffhanger. Das erweckt zunächst Spannung, bricht aber zusammen wenn später – wie hier  - nur darüber hinweggehuscht wird.
Die Leser wissen oft mehr als die Ermittler. Es bleibt lange unklar, ob die verfolgten Spuren mit dem Vorabwissen der Leser übereinstimmt.
Tirolerisches Lokalkolorit entsteht, doch vieles lenkt von der eigentlichen Handlung ab. Hier hätte sich der Autor für mein Lesevergnügen mehr konzentrieren müssen. Es entsteht keine Atmosphäre, zumal eher alles Angedrohte wünscht als dass man mit ihm fiebert, was davon wirklich eintrifft.
Veilchens Feuer hätte ein Vorgriff auf die gerade (Herbst 2017) laufenden Enthüllungsskandale unter dem Stichwort #metoo werden können. Doch dazu bleibt das Geschehen in 1976 zu sehr im Verborgenen. Wolf Rock und seine Mannschaft agieren zu plump und unter Alkohol.
Später las ich, dass Veilchens Feuer der zweite Roman einer Valerie Mauser Serie ist. Unter einer Serie in einer bestimmten Region macht es heute kein Krimiautor. Dazu passt, dass zwar vieles Private bei den Ermittlern angerissen wird, aber offen bleibt. Der Autor braucht Klammern für künftige Folgen.
Der Täter entpuppt ziemlich spät, ohne dass die Leser vorher eine Chance hatten ihn zu erkennen. Übrigens: das Ende des Krimis habe ich schon wieder vergessen. Das spricht gegen mein Gedächtnis oder gegen die Wirkung des Krimis.
Wenn es sich ergibt erhält  Valerie »Veilchen« Mauser noch eine Chance (irgendwie wurde sie mir doch sympathisch), aber nur noch eine.
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 21.11.2017