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Oskar Maria Graf, Schriftsteller
22. Juli 1894 Berg (Kreis Starnberg) – 28. Juni 1967 New York (USA)
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Gelernter Bäcker, später Schriftsteller; zog nach dem 1. Weltkrieg nach München und gehörte zur Münchener Gruppe um Kurt Eisner (der am 21. Fenruar 1919 in München von Anton "Graf" Arco ermordet wurde [u.a. im Anton Sittinger verarbeitet]); emigrierte 1933 nach Wien (Protestbrief »Verbrennt mich!« zur graf Bücherverbrennung 1933) und lebte seit 1938 in den USA; befreundet mit Karl Wähmann und Dr. Hesse, beide aus graf Wasserburg am Inn; zahlreiche Aufenthalte in Wasserburg ("Werburg" im Bolwieser) und Umgebung, letztmalig 1965.
Gisela Graf, Oskar M. Grafs dritte Frau, vom offiziellen Empfang in München 1958 bei Grafs ersten Deutschlandbesuch nach dem Krieg:
"Als alte Bekannte mit offenen Armen auf ihn zukamen hat er gesagt: »Einen Moment mal, wo waren wir denn, als die Nazis da waren?« Und wenn er nicht ganz überzeugt war, dass sich der Bekannte anständig verhalten hatte in der Nazizeit, hat er ihm nicht die Hand gegeben. Und deshalb hat man wahrscheinlich gesagt, dass er ein Deutschlandhasser war."
Gisela Graf zu Grafs Vortrag 1958 im Cuvilliés-Theater:
"Die ersten Reihen – hat er mir erzählt – waren vollständig leer. Das offizielle München ist nicht erschienen."
Beide Zitate Gisela Grafs aus: Erinnerungen an Oskar Maria Graf von Ray Müller, BR 1984
"... damals, 1958, habe ich noch feststellen müssen: »Das literarische Gesamtwerk Grafs ist bei uns heute entweder vergessen oder, insbesondere bei der jungen Generation, fast völlig unbekannt.« Nun, das hat sich doch sehr geändert! Heute wird unser Oskar sogar in CSU-Kreisen geschätzt und selbst seine Heimatgemeinde Berg am Starnberger See hat mit ihrem schwierigen Sohn ihren Frieden gemacht." Hans Dollinger
Das OMG-Journal. Nachrichten der Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft
8:10, 10. September 2009, S. 4.
Rezensionen
graf Anton Sittinger. Ein satirischer Roman
graf Bolwieser. Roman eines Ehemannes
graf Das Leben meiner Mutter
graf Unruhe um einen Friedfertigen
OMG in Kindlers Literatur Lexikon
Im Kindlers Literatur Lexikon ist Oskar Maria Graf beschämend schwach vertreten.
1986 Kindlers Literatur Lexikon im dtv
OMG ist lediglich mit Wir sind Gefangene vertreten; im Ergänzungsband wurde Anton Sittinger nachgeschoben.
2009 Kindlers Literatur Lexikon
Wer auf Besserung hoffte, tat dies vergeblich. Im neuesten KLL wurden zwar Kalendergeschichten von OMG neu aufgenommen, aber – oh schreckliche Barbarei! – der Eintrag für Wir sind Gefangene hinausgeworfen.
Grafs Meisterwerke Das Leben meiner Mutter und Unruhe um einen Friedfertigen werden im KLL strikt ignoriert.
Links
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Oskar Maria Graf: grafWikipediagrafGemeinde Berg
Oskar Maria Graf "Verbrennt mich", "Wiener Arbeiterzeitung", 12.05.1933:
grafOskar Maria Graf Gesellschaftgraflettern.degrafexil-club.de
grafOskar Maria Graf: Protest anlässlich der Bücherverbrennung
grafUlrich Dittmann: "»Schandfleck der ganzen bayrischen Armee«. Oskar Maria Grafs Antithese kontinuierlicher Isolation und Verzweiflung"
graf Joseph Legath: "Oskar Maria Graf"
Bezug von Oskar Maria Graf zu Kolbermoor, siehe:
graf Joseph Legath: "Wie Kolbermoor in die Weltliteratur kam. Oskar Maria Graf machte einen Zeitsprung"
graf Hesse-Schlößl in der Wasserburger Burgau. Aus: Gelächter von aussen. Aus meinem Leben 1918–1933
graf Zitate von Oskar Maria Graf
Dokumentation
Erinnerungen an Oskar Maria Graf. Regie: Ray Müller, Bayerischer Rundfunk 1984
Literatur
Beier, Heinz: Bayerische Literatur in Beispielen. München: Bayerischer Schulbuch-Verlag, 1983. 488 Seiten; S. 334-342.
Dietz, Wolfgang, Pfanner, Helmut F., Hg.: Oskar Maria Graf. Beschreibung eines Volksschriftstellers. München: Leber, 1974. 222 Seiten.
Genschmer, Fred: "Oskar Maria Graf: Since World War I". The German Quarterly 1, 1947. S.
57-61
Groscurth, Steffen (2010): „»Wer schweigt, macht sich mitschuldig« – das Brünner Exil des Oskar Maria Graf”. brücken Germanistisches Jahrbuch TSCHECHIEN SLOWAKEI 18, S. 191-201.
Kaufmann, Ulrich: Oskar Maria Graf . Rebell - Erzähler - Weltbürger. München: Kirchheim, 1998. Unter Mitarbeit von Detlef Ignasiak. 140 Seiten.
Kraft, Thomas, Hg.: Oskar Maria Graf: Ich schwebe von Dingen geschaukelt und lebe mich wund. Ausgewählte Gedichte. München: List, 1996
Pfanner, Helmut F.: "Oskar Maria Graf: ein Überblick über sein literarisches Werk". Seminar: A Journal of Germanic Studies 6:3, 1970. S. 195-206
Seifert, Walter: "Oskar Maria Graf und sein Roman »Anton Sittinger«". In: Albrecht Weber, Hg.: Handbuch der Literatur in Bayern. Vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg: Pustet, 1987. S. 517-526.
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graf Graf Heinz Ludwig Arnold, Hg.: Oskar Maria Graf. München: Edition Text & Kritik, 1986. Taschenbuch, 224 Seiten
graf Rezension
 
bollenbeck Graf Georg Bollenbeck: Oskar Maria Graf. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek: Rowohlt, 1985. Broschiert.
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Ulrich Dittmann, Hans Dollinger: Oskar Maria Graf Jahrbuch 1994/1995. München: List, 1995. Broschiert, 320 Seiten graf
Dittmann Graf Ulrich Dittmann, Hans Dollinger, Hg.: Jahrbuch 2008/09 der Oskar Maria Graf-Gesellschaft. München: Allitera 2009. Broschiert, 123 Seiten Dollinger
Ulrich Dittmann, Hans Dollinger, Hg.: Jahrbuch 2006 der Oskar Maria Graf-Gesellschaft. München: Allitera 2006. Broschiert, 110 Seiten graf
graf GrafUlrich Dittmann, Hans Dollinger, Hg.: Jahrbuch 2005 der Oskar Maria Graf-Gesellschaft. München: Allitera 2005. Broschiert, 137 Seiten graf
Detlef Ignasiak, Hg.: Briefe aus New York 1950-1962. München: Kirchheim, 1994. Ulrich Kaufmann (Nachwort). Taschenbuch, 113 Seiten graf
graf Graf Thomas Kraft, Hg.: Ich schwebe von Dingen geschaukelt und lebe mich wund. Ausgewählte Gedichte. Jahrbuch 1996 der Oskar Maria Graf-Gesellschaft. München: List 1996. Gebunden, 116 Seiten graf
Thomas Kraft, Hg.: Jahrbuch der Oskar Maria Graf-Gesellschaft 97/98. 1998. Broschiert, 140 Seiten graf
Dietz Graf Wolfgang Dietz, Helmut F. Pfanner, Hg.: Oskar Maria Graf. Beschreibung eines Volksschriftstellers: Leben, Werk und Wirkung. München: Leber, 1974 222 Seiten
Das Sammelwerk zur Literatur in und über Wasserburg am Inn (derzeit [10/2002] vergriffen): Hans Baumgartner, Hg. Gleichwie der Inn fliest alls dahin. Wasserburger Lesebuch. Wasserburg: Wasserburger Verlag, 1988. 432 Seiten Hans Baumgartner
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