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Otto Denk von Schaching
Otto Denk und Karl May
Im “Hausschatz”, Redakteur: Otto Denk, veröffentlichte Karl May Mir von Dschinnistan
"Und ich stelle zugleich noch weiter fest, daß ich mit Herrn Kommerzienrat Pustet niemals persönlich gebrochen habe und eine aufrichtige Freude und Genugtuung empfand, als er nach einer Reihe von ungefähr zehn Jahren seinen jetzigen Hausschatzredakteur, Herrn Königlichen Wirklichen Rat Dr. Otto Denk, zu mir nach Hotel Leinfelder in München sandte, um mich zu veranlassen, wieder Mitarbeiter des “Hausschatzes” zu werden. Ich habe ihm daraufhin den “Mir von Dschinnistan” geschrieben."
Karl May. Mein Leben und Streben. Freiburg [1910], zitiert nach Gerhard Klußmeier, Hainer Plaul. Karl May. Biographie in Dokumenten und Bildern. Hildesheim: Olms, 1992. S. 238
Otto Denk stand dem Gralsbund nahe (Gründer: Richard von Kralik, 1852–1934). “Daraus mag sich auch seine Entscheidung erklären, acht Jahre nach Abbruch der Geschäftsbeziehungen zu May und gerade zu einem Zeitpunkt, zu dem auch im katholischen Lager über diesen Autor heftig gestritten wurde, erneut eine Arbeit von ihm im "Hausschatz" zu veröffentlichen.” Gerhard Klußmeier, Hainer Plaul. Karl May. Biographie in Dokumenten und Bildern. Hildesheim: Olms, 1992. S. 238.
“Am 13. September 1907 traf sich May im Münchner Hotel >Leinfelder< mit Dr. Otto Denk, dem Nachfolger Heinrich Keiters als Schriftleiter des >Hausschatzes<. Der Redakteur war, so wurde vermutet, May »ausgesprochen feindlich gesonnen«. Doch die persönliche Begegnung in München führte - nachdem der Schriftsteller Ende 1906 schon Kontakt zu einem anderen katholischen Publikationsmittel, der >Augsburger Postzeitung<, aufgenommen hatte - zur erneuten Zusammenarbeit mit dem Regensburger Verlag. May sagte zu, eine Reiseerzählung mit dem Titel >Der 'Mir von Dschinnistan< zu verfassen.”
“Otto Denk mag ein verdienter Schriftsteller (sein Pseudonym: Otto von Schaching) gewesen sein, innerhalb der katholischen Kirche verfocht er doch eher die enge und ängstliche Richtung. Im >'Mir von Dschinnistan< glaubte er dogmatisch >falsche<, zum Beispiel >dar-winistische<, Passagen entdeckt zu haben. Solche Tendenzen tatsächlich zu vertreten, bestritt Karl May jedoch eifrig.”
Otto Schaching DenkHermann Wohlgschaft: »Ich sah dann auch Gott selber kommen« Theologisches zu >Ardistan und Dschinnistan<
“... Kgl. Wirkl. Rat Dr. Otto Denk. Dieser Mann, der selbst schriftstellerisch tätig war und unter dem Pseudonym Otto von Schaching zahlreiche Erzählungen und Gedichte veröffentlichte, war Karl May ausgesprochen feindlich gesonnen. Auf verschiedene Anfragen aus dem Hausschatz-Leserkreis äußerte er sich stets in schärfsten Tönen über May als »Verfasser höchst unsittlicher, ja geradezu niederträchtig gemeiner Kolportageromane« (die er vermutlich nie selbst gelesen hatte), aber auch abwertend über die einst vom »Hausschatz« so gepriesenen Reiseerzählungen. Es ist verständlich, daß May, dem solche Äußerungen zu Gesicht kamen, eine künftige Mitarbeit am »Deutschen Hausschatz« für ausgeschlossen hielt.”
Otto Schaching DenkEkkehard Bartsch: "Ardistan und Dschinnistan. Entstehung und Geschichte"

Otto Denk von Schaching
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 7.3.2002