| Jan
Weiler: Maria, ihm schmeckt's nicht! Geschichten von meiner italienischen
Sippe Berlin: Ullstein, 2004. 12. Aufl. Broschiert, 256 Seiten |
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| Der Ich-Erzähler dieses lustigen
Episodenromans, vermutlich Autor Jan Weiler, will Sara, eine Halbitalienerin
heiraten. Er stellt sich seinem künftigen Schwiegereltern vor und gewinnt
gleich ein herzliches Verhältnis zu Antonio, dem italienischen Vater. Der
Leser erkundet mit dem Ich-Erzähler die abgelegene Heimat seiner Frau und
seines Schwiegervaters und dessen zahlreiche Verwandtschaft. Insbesondere
stellt das Buch den komischen Antonio vor: eigentlich ein völlig normal
trottelhafter [1] Normalbürger,
aber so lebensbejahend, so einfach weise, daß man ihn sympathisch
findet. Ganz nebenbei wird die Psyche des Italieners, ihr Verhältnis zu den Deutschen [2] und die südländische Lebensführung besprochen. Ja, und, fast ein ernsthafter Einschub: Antonio kam sehr früh als Gastarbeiter nach Deutschland und machte teils bittere Erfahrungen. Hier etwas von Raffaele, dem Bruder von Antoinio:
[1] "Obwohl Antonio den Weg wohl mehr als einhundert Mal zurückgelegt hat, findet er ihn nicht auf Anhieb. Schuld ist ein neuer Kreisverkehr am Ortseingang von Termoli, der ihm die Sinne raubt." (S. 67) zurück [2] "... nichts macht einen Deutschen so fertig wie der Vorwurf, typisch deutsch zu sein." (S. 69) zurück |
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| Jan Weiler , * 1976 Düsseldorf; Chefredakteur
des Magazins der Süddeutschen Zeitung |