| Heiner Link: Frl. Ursula Reinbek: Rowohlt, 2003. Gebunden, 222 Seiten. Nachwort: Norbert Niemann |
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| Der letzte Roman des früh
verstorbenen Heiner Link ( Jeder Leser des Romans wird die Klischeehäufung bestätigen können. Zur Erinnerung für diese und zum Beleg für andere zeige ich an einer Seite diese Pflege der Vorurteile.
Überall kommt eine Prise Rebellion hinein (gegen was? Banalität des Alltags?): der Ich-Erzähler studiert Volkswirtschaft, obwohl seine Mutter sich einen Rechtsanwalt wünscht; im Golfclub schmiert er Peter-Handke-Zitate in die Toilette ( Das Fräulein Ursula will nicht immer und so besteht die Aufgabe des Ich-Erzählers darin, sie rumzukriegen, ohne dass seine Ehefrau etwas merkt. Er bucht mit ihr einen Urlaub in Havanna, in einem gekonnten Dreh lässt der Autor gleich den ganzen Golfclub mitreisen. In Kuba spiegeln sich dann merkwürdig die Ereignisse. Waren es zuerst willige Ehefrauen oder Amateurinnen, so schlagen nun die Tage der Professionellen. Machos fahren natürlich auf den Spuren Ernest Hemingways ( |
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| Stil Für den platten Plot, der zudem mit einem völlig unmotivierten oder thematisierten Selbstmord gewürzt ist, entschädigt der trocken Stil und einige witzige Einlagen, wie die komischen Telefonate zwischen Ich-Erzähler und Ursula (z.B. S. 101-104). |
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| Peter Handke: Am Felsfenster
morgens. (Und andere Ortszeiten 1982 - 1987). Salzburg, Wien:
Residenz, 1998. |
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Im Zitat von Friedrich Nietzsche (S. 95):
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| Rezensionen In einem Nachwort wird Heiner Link und besonders sein hier zu besprechender Roman von Norbert Niemann schwänglich gelobt. Der letzte Satz "Es war unheimlich schön" (S. 209) wird gar in Analogie zum letzten Satz in Joseph Eichendorffs Aus dem Leben eines Taugenichts ( Eberhard Falcke in der SZ: »Link ist ein Virtuose des launigen Räsonierens, der mit spielerischer Leichtigkeit an den alltäglichsten Themen die Potentiale von Irrwitz und Widersinn zum Vorschein bringt.« Dem kann ich zustimmen. |
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| Heiner Link 1960 in München 30. Mai 2002 München (Motorradunfall) |
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| Links Heiner Link: Kritiken zu Frl. Ursula: |
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| Heiner Link: Frl. Ursula.
Reinbek: Rowohlt, 2005. Broschiert
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| Heiner Link: Frl. Ursula.
Random House, 2004. 4 Audio-CDs, Sprecher: Gerd Köster
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