| Michael Pabel: Vit@com - Heute schon gelebt?
Anstöße und Nachdenkliches Frankfurt: Cornelia Goethe, 2003. Taschenbuch, 82 Seiten |
| Das kleine Büchlein könnte
man leicht übersehen, zumal es nicht in Stapeln wie die
Carpe-Diem-Anweisungen eines Paulo Coelho
in den Buchhandlungen ausliegt (mit denen es verwechselt werden
könnte, aber hoch überlegen ist;
Michael Pabel, ein alt-katholischer Theologe und Seelsorger schrieb im Laufe einiger Jahre kurze Erzählungen und Betrachtungen auf, meist mit einer christlichen Botschaft, die dennoch auch für Nicht- Christen lesenswert sind. Es handelt sich um keine salbungsvolle Erbauungsliteratur, keine Angst: sie triefen nicht vor Betroffenheit (ich verweise auf das grundehrliche "Afghanen unter uns", S. 64-68) sondern um kleine oder grössere (inhaltsmässig; umfangsmässig gehen die Beiträge selten über zwei bis drei Seiten hinaus) Erlebnisse und sich daran anschliessende Gedanken. Mir gefielen am besten "Manhattan", "Aids", "Altwerden - ein Fluch oder ein Segen?", "Asylanten - Weihnacht", "Kanarische Inseln", "Der Blumenverkäufer", "Der verlorene Sohn - Die verlorene Tochter", "Die Flasche - der »Geist im Glas«", "Afghanen unter uns", "Offene Fenster?" und "Kommafehler". |
| Zwei Anmerkungen |
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| Die beiden Anmerkungen ändern nichts am exzellenten Gesamteindruck der kleinen Sammlung aus insgesamt unaufdringlichen Anstössen zum Nachdenken. Wenn das Büchlein Elke Heidenreich in die Finger bekommt (sie ist gerade für diese Art von Literatur empfänglich), ist Pabel ein gemachter Mann. |
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Michael Pabel |
| * 1947, Dipl.-Theologe,
Sozialpädagoge; ehrenamtlicher Seelsorger in der Altkatholischen Kirche
Rosenheim. Der Autor wohnt in der Nähe von Wasserburg am Inn. |
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| © Michael
Pabel Mit freundlicher Genehmigung |
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