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Erich Kästner
Kästner, Erich. Fabian. Die Geschichte eines Moralisten.
Frankfurt am Main: Ullstein, 1979. 188 Seiten – fabian Autor
Erich Kästner, na ja, da kennt man die sehr erfolgreichen und sehr guten Kinderromane und vielleicht noch ein paar Gedichte. Mir war der andere Kästner bisher unbekannt, obwohl er für (fast alle) seine Kinderromane und die fabian Verbrennung seiner Bücher durch die Nazis ein paar Pluspunkte hatte.
Dabei ist Fabian eine interessante Satire auf das Leben in Deutschland zu Beginn der aufwallenden braunen Scheiße. Ich hatte unmittelbar davor (zufällig) fabian Feuchtwangers Erfolg gelesen und Fabian kann sich im Vergleich sehen lassen. Die beiden Romane haben eine gewissen Themenüberlappung und jeder löst sein Vorhaben auf ganz andere Weise. Fabian sollte urspünglich Der Gang vor die Hunde heißen. Der Erstverleger war gegen diesen Titel.
Trotzdem schildert Fabian genau dies auf mehreren Ebenen. In vielen teils großartigen Einzelszenen wird das Berlin der Zwischenkriegszeit vorgeführt. Kästner brilliert vor allem durch Wort- und Satzwitz. Er spitzt zu in kafkaesker Weise. Mir gefiel nicht, wenn Kästner (selten) zu interpretieren anfing, so auf S.127. Mit Verlaub, ich bin selber Leser und Interpretierer.
Für alle, die Kästner ausschließlich für einen Kinderbuchautor halten: lesen!
Literatur
Schwarz, Egon: "Erich Kästner: Fabian". In: Interpretationen. Romane des 20. Jahrhunderts. Band 1. Stuttgart 1993. S. 236-258
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Erich Kästner: Fabian. Die Geschichte eines Moralisten. München: DTV, 1989. Taschenbuch - 245 Seitenfabian Kästner erich fabian

Kästner Erich
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 8.7.2005