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Rote
Alfred Andersch: Die Rote
Zürich: Diogenes, 1993. 234 Seiten – anderschLinksandersch Literatur
Unvermittelt verläßt die rothaarige Franziska Lukas ihren Ehemann Herbert; sie beabsichtigt: für immer. Die Einunddreißigjährige nimmt den nächsten Zug ab Mailand und fährt kurzerhand nach Venedig. Sie bricht damit auch ihr Verhältnis mit Joachim, den vermögenden Chef Herberts.
Erst in Venedig wird sie sich ihrer Lage bewusst und beginnt zeitweise nachzudenken und notgedrungen zu planen. Ihre Lage ist nicht rosig: wenig Bargeld, einen Ring zum Versetzen, kein Gepäck, also weder Kleidung noch andere Artikel des täglichen Bedarfs. Es ist Winter im Januar 1958 (siehe unten: Zeitliche Einordnung). In Venedig ist wenig los und Franziskas Chance auf einen bezahlten Job ist gering.
Da betritt sie ein Luxushotel, deren Tür lautlos geöffnet wird. Dort trifft sie  Patrick O'Malley, irischer Erbe und Müßiggänger. Wie sich bald herausstellt doch nicht so müßig, sondern mit einem mörderischen Plan. Vor dreizehn Jahren sollte Patrick in Deutschland für den britischen Geheimdienst einen Auftrag ausführen. In Hildesheim wurde er geschnappt, von der Gestapo gefoltert und von Inspektor Kramer verhört. Für den Verrat seines britischen Kontaktmanns ließ ihn Kramer frei. Das belastete O'Malley schwer und er will sich an Kramer rächen. Kramer ist derzeit in Venedig. Für seinen Plan spannt O'Malley die Rote ein. Mehr sei hier nicht verraten: es wird spannend. (Obwohl an späteren Stellen dieser Besprechung doch einiges preiszugeben ist.)
Parallel dazu tritt Fabio Crepaz, ein Geiger im Orchester der Fenice-Oper, auf. Er ist fünfzig Jahre als und ein ehemaliger Revolutionskämpfer und Partisan. Dreimal kreuzen sich die Wege von Fabio und Franziska in Venedig: am Campanile (es verwunderte mich, dass ein Venezianer den Campanile, eine Touristenattraktion, besucht, doch Andersch begründet es zufriedenstellend), zum zweiten Mal begegnen sie sich aus der Ferne und am Ende des Romans treffen sich die beiden Lebenslinien in Fabios Stammkneipe. Das ergibt einen Fall zu einem der Generalthemen des Romans: Determinismus? zufälliges Schicksal? Fügung?
Andersch schrieb den Roman (erschienen 1960) im Jahr 1972 um. Den Schluss gestaltete er dabei völlig offen. In der Erstfassung verhilft Fabio Franziska zu einem Job in einer Seifenfabrik und einem Platz in seiner Familie. Das Ende der Urfassung:
„Ich war ganz zufrieden. Von Zeit zu Zeit würde ich Fabio sehen. Mein Kind würde es gut haben, bei Fabios Leuten. Wie die alte Frau Crepaz, begann ich, das Zimmer mit meinen Augen auszumessen.”
In der Neufassung bleibt so ziemlich alles offen.
Franziska
Die 31-Jährige Femme fatale Franziska beschreibt ihren bisherigen Lebensweg selbst (S. 22). Sie handelt impulsiv und ohne an die Folgen zu denken. Es zeigt sich auch, dass sie oft recht naiv denkt und handelt. Ohne genügend Geld betritt sie ein teures Hotel, nahezu jeden Mann in ihrer Nähe taxiert sie als möglichen Bettgenossen ein, allein aus der Art eines Mannes zu telefonieren, folgert Franziska auf seinen Erfolg (S. 132). Ein Beispiel für ihre Einschätzung fremder Männer, zugleich ein Beispiel des Wechsels zwischen Erzählstimme und innerer Monolog:
„Sie fühlte den unablässigen Blick des Kaufmanns auf sich, das ist so einer, der nicht wegschauen kann, ein Unbefriedigter, sie wandte sich ihm zu, belästigt, betrachtete ihn, er senkte den Blick, hob ihn aber rasch wieder, um zu prüfen, ob sie ihn noch immer ansah, sie blickte zurück, ich könnte etwas mit ihr anfangen, aber wie?” (S. 79)
Hier monologisieren in einem Satz sogar Franziska und Patrick.
Es scheint zunächst, dass sie energisch die Dreiecksbeziehung abbricht, aber noch im Zug könnte sie Herbert zurückholen (S. 11).
Ihre Haarfarbe ist nicht – wie man es bei Andersch erwarten könnte – ein politisches Signal, sondern Symbol ihrer Lust auf Männer. Das bekannte Vorurteil wird strapaziert. Franziska bestätigt es: jeder Mann in ihrer Nähe fällt Franziska auf und sie schätzt ihn gehörig ab.
Franziska lernt freilich. Schon am Samstag zeigt sie Einsicht: „es wäre besser gewesen, alles ein bißchen zu überlegen” (S. 44). Am Spätnachmittag des Montags wägt sie ihre Möglichkeiten kühl ab: „ich muß rechnen, kalt meine Möglichkeiten ausrechnen, ich habe mehrere Möglichkeiten, und ich kann zwischen ihnen wählen, wer sagt denn, daß man keine Freiheit zum Wählen hat?” (S. 209) Man hat den Eindruck: die vier selbständigen Tage in Venedig taten Franziska gut.
Entscheidung zur Freiheit
In den 50-er Jahren wandte sich Andersch dem Existentialismus von Jean Paul Sartre zu. Dieser Existenzialismus bekennt sich zur individuellen Verantwortung. Der Mensch ist auf sich selbst gestellt und muss sich entscheiden. Er selbst hatte mit seiner Desertion aus der Wehrmacht in die US-amerikanische Gefangenschaft im Juni 1944 seine Entscheidung zur Freiheit vollzogen. Das Jahr 1944 nannte er sein Jahr der Entscheidung.
Andersch schreibt dazu: „In einem winzigen Bruchteil einer Sekunde, welcher der Sekunde der Entscheidung vorausgeht, verwirklicht sich die Möglichkeit der absoluten Freiheit, die der Mensch besitzt”. Kirschen der Freiheit. Ein Bericht (1968 [1952]), S. 84
Vor diesem Hintergrund ist die spontane Entscheidung Franziskas zur Trennung von Herbert und Joachim (und mancher im Roman noch folgenden Entscheidungen) besser zu verstehen.

Fabio
Wie Franziska stand auch Fabio am Scheideweg, hatte sich aber schon lange vorher für den biederen Geiger  entschlossen und das revolutionäre Leben (er war im Spanischen Bürgerkrieg, Partisan im 2. Weltkrieg) abgeschlossen. Er tauschte die revolutionäre Ausrichtung mit der ästhetischen. Er verwirklichte den Gegenentwurf zu Franziska: Aufgabe des bewegten Revoluzzers und Eingliederung ins Orchester. Bei Franziska ist gerade umgekehrt: sie gliederte sich in das Leben der Adenauerzeit ein und brach dann im Januar 1958 aus.
Immerhin kann er mit 50 Jahren vorweisen, dass er über die Musik bei vielen Menschen „Leidenschaften, tiefe Empfindungen, den Sinn für Schönheit und wahre Gedanken” geweckt zu haben, die Revolutionäre dagegen haben nur Hoffnungen geweckt, die sie nicht erfüllen konnten (S. 199). Hier wird die Verbindung zum Motto klarer, das dem Buch vorangestellt ist.
Motto des Romans
„Der moderne Komponist schreibt seine Werke, indem er sie auf der Wahrheit aufbaut”,
Claudio Monteverdi: Die Vollkommenheit der Kunst, Venedig 1605 (S. 5).
Claudio Monteverdi leitete mit seinen Kompositionen eine Revolution der Musik ein. Dafür wurde er getadelt, u.a. vom Bologneser Geistlichen Giovanni Maria Artusi.
Monteverdi hielt dagegen:
„Diejenigen, die da meinen, es gäbe nur die erste Praxis, den einen Stil, den Zarlino gelehrt hat, werden sich vielleicht über den Titel wundern. Doch sie mögen versichert sein, daß im Hinblick auf den Gebrauch der Konsonanzen und Dissonanzen doch noch eine andere, vom Herkömmlichen grundverschiedene Möglichkeit zulässig ist. Das Urteil der Vernunft bietet durchaus eine Rechtfertigung der modernen Musik. Dies wollte ich nur sagen, um vor Mißbräuchen meines Ausdrucks »Seconda pratica« zu warnen; auch sollten scharfsinnige Männer andere Formen der Harmonie zulassen und der Tatsache Glauben schenken, daß der moderne Komponist sein Werk auf den Fundamenten der Wahrheit aufbaut.”
Zitiert nach Schreiber 1988, S. 2
Die Aufgabe der Musik war für Monteverdi die Erweckung von Leidenschaften und diese war für ihn die Wahrheit.

Kramer
Der Ex-Gestapo Inspektor Kramer ist eine ambivalente Figur. Er ist Täter im weißen Hemdskragen und hält sich an seine Abmachung, O'Malley gegen dessen Verrat nicht zu töten. (Einige Details läßt Andersch außer Acht: wo blieb O'Malleys Fallschirm? wie und wohin läßt Kramer seinen Gefangenen mitten im Krieg frei?)
Kramer hilft Franziska vom Juwelier angemessen bezahlt zu werden. Dabei spielt weder allgemeine Hilfsbereitschaft oder spezielle gegenüber Franziska die Hauptrolle, sondern Kramers Antisemitismus. Lange nach dem Krieg wirkt Kramer im Hilfsnetzwerk für ehemalige Nazis. Sein Einfluss in Italien und aus der Ferne in Deutschland sind dabei bemerkenswert.
Zeitliche Einordnung
Die Spionagegeschichte Patrick O'Malleys ereignete sich im Mai 1944 (S. 104), das ist dreizehn Jahre her (S. 115). Der Roman spielt in Venedig im Winter, es ist Januar (S. 140). Wenn man annimmt, dass Franziska im Gespräch die dreizehn Jahre schnell berechnet hat, so spielt der Roman im Januar 1957, wenn sie die dreizehn Jahre genau nahm, ist es der Januar 1958.
  • Der gleichzeitige Staatsbesuch von Giovanni Gronchi (1887–1978) gibt allenfalls für Spezialisten einen weiteren Zeitanker, für Laien nicht, da Gronchi von 1955 bis 1962 Staatspräsident von Italien war.
  • Elvis Presley wird als „die Droge des Jahrzehnts” bezeichnet (S. 159). Das spricht für 1958, da im Januar 1957 Elvis Presley zwar schon sehr erfolgreich gewesen war, aber nur für wenige Monate. Allerdings könnte es durch den Autor auch rückblickend geurteilt sein.
  • Fabio Crepaz sah im Kino Antonionis (das ist Michelangelo Antonioni) neuesten Film. In Ugos Bar denkt er ausführlich darüber nach (S. 199-204). Es handelt sich um „Der Schrei” (Il Grido) aus dem Jahre 1957, deutsche Uraufführung am 18.6.1960.
Damit steht für die Romanhandlung der Januar 1958 fest.
Würdigung
Die Rote ist ein ambitionierter Roman der Trümmerliteratur und Literatur der 50-er Jahre zum Wirtschaftswunder (siehe Vergleichsliteratur). Vereinzelte Deutsche sind zu grossem Wohlstand gelangt und im Sehnsuchtsort Venedig anzutreffen.
Für Frauen ist die Lage Ende der Fünfziger noch schwierig. Sie sind in untergeordneten Positionen. Wenn sie selbständig auftreten, wie die Rote in Venedig, werden sie schnell als Freiwild angesehen oder gleich als Hure eingestuft.
Ein Weg für eine Frau auf der Wohlstandsleiter nach oben zu klettern ist durch das Bett des Chefs, wie es Franziska – allerdings erfolglos – betrieb. Joachim und Herbert erwarten in Kenntnis der Lage, dass sich Franziska fügt. Das kommt besonders deutlich im Telefonat Franziskas bei Joachim in Dortmund zum Ausdruck. Sie braucht dringend Geld um ihre Selbständigkeit bewahren zu können, er will ihr ein Rückfahrtticket senden: zurück in die Unterordnung. Franziska wollte wohl hören, dass sie in Dortmund vermisst wird und gebraucht wird. Doch Joachim (und auch Herbert) sind sich ihrer Sache sicher.
Auch in sexueller Hinsicht steht die Befreiung der Frau erst noch bevor. Franziska vermutet, dass sie schwanger ist. Sie schwankt zwischen Abtreibung (die in Deutschland nur Vermögenden offensteht) und Kind. Wie so oft ist sie ziemlich entscheidungsschwach. Zur Abtreibung ist für sie wieder Unterwerfung notwendig (Geld, Arzt).
Franziska wird im Dreieck mit Joachim & Herbert ausgenutzt. Sie gerät in ein Dreieck mit Patrick & Kramer und wird wieder benutzt. Erst am Ende mit Fabio ... doch das bleibt offen.
Für Die Rote gilt das Diktum das Max Frisch über den Wahlschweizer Andersch fällte:
„Ich meine: jede Würdigung seines literarischen Werkes, die Alfred Andersch als einen Meister deutscher Prosa entpolitisiert, wäre ein Hohn”, Max Frisch am 9. März 1979.
Venedig
Dass Andersch dem Wirtschaftswunder der fünfziger Jahre die negativen Auswirkungen gegenüberstellt, sieht man deutlich daran, dass er den Sehnsuchsort der Deutschen Venedig im tristen Winter vorführt. Er beschreibt Venedig sehr deutlich und eindringlich. Dazu nennt er viele städtische Örtlichkeiten und bewegt die Protagonisten durch Venedig. Venedig ist düster und trostlos. Es wird als „Touristen– und Nepp-Zentrum” (S. 64) charakterisiert, und: „voller Menschen ist Venedig ein Museum, und ohne Menschen ist es unmenschlich” (S. 37). Franziska erhält keinen Job, da in Venedig keine Saison ist. Ihr spontaner Entschluss nach Venedig zu fahren kommt zufällig zustande: sie nimmt den ersten Zug, der von Mailand abfährt. So ganz zufällig hat Andersch aber Venedig nicht gewählt. Er zeigt, dass Venedig eine Illusion ist (S. 46), die nicht eingelöst wird. Der venezianische Arzt, den Franziska zwecks eines Schwagerschaftstest aufsucht nennt Venedig eine „alte, brüchige Stadt”. „keine Stadt für Kinder [...] keine Stadt in der man jung ist” (S. 207). Damit wird das Wirtschaftswunderland Deutschland selbst brüchig. Die aufgebauten Sehnsüchte werden nicht eingelöst, der deutsche Drang in den Süden (»dolce vita«) ist eine Illusion
Venedig steht damit für das Schwarz-Weiß-Bild, das Andersch zeichnet: man hat nur die Wahl zwischen Leben in Wohlstand und sauberer Misere.  Die reiche Klasse kann sich schicke Wohnungen, Bibliotheken, bessere Getränke und Ärzte leisten (S. 65; mit den Bibliotheken sind wohl nicht öffentliche, sondern die im eigenen Heim gemeint). Damit zeigt sich die Modernität des Romans: die soziale Schere klafft weiter auseinander als vor 50 Jahren, wenn auch die Mitte besser gefüllt ist.
Deutschland
Für Franziska ist Deutschland der Gegenpol zum unsicheren Venedig. Es bietet die „langweilige Sicherheit” (S. 103).
So kann man den ganzen Roman lesen als eine Wahl zwischen den beiden Lebensformen:
  • in Sicherheit, aber bieder und langweilig; sich den Launen von Ehemann und Wirtschaftsboss unterwerfend.
  • auf Reisen mit dem täglichen Kampf ums Leben oder auch ausgehalten auf einem Boot (diese Möglichkeit bietet O'Malley).
  • Vor diese Wahl fühlt sich auch Fabio mehrfach gestellt: soll er weiter revolutionäre Ziele verfolgen oder bei seinem Künstlerleben als Geiger im Orchester bleiben? Selbst als Geiger hat er die Wahl: soll er seine Vorstellungen durchsetzen oder sich dem Dirigenten fügen?
  • Mit Joachim und Herbert kommt die Unmoral und Menschenverachtung des bundesrepublikanischen Systems in den Roman.
Franziska kommt zum Schluss: „Schrecken ist überall” (S. 103). Kramer vergleicht seinen Sauberkeitsdrang (Juden, Kommunisten, Demokraten, raus aus Deutschland) mit Franziskas Absicht ihn anzeigen: auch das ein Drang nach moralischer Sauberkeit (S. 191). Für beides ist Grundlage der deutsche Sauberkeitsdrang. Im Gespräch mit Kramer (und an anderer Stelle; ist mir entfallen, wo) kommt Franziska darauf, dass selbst die grauenvolle Judenvernichtung kosmisch gesehen, ein unbedeutender Klacks ist. Wenn es einen Gott gibt, scheint auch er ein Mörder zu sein, denn die Schöpfung ist auf den Tod ausgelegt (S. 193). Dagegen ist der Teufel schuldlos, denn es liegt in seiner Natur böse zu sein (S. 218). Die Frage nach Schuld und Verantwortung wird in mehreren Konstellationen beleuchtet.
Themen
Manche Themen tippt Andersch in Die Rote nur an, so z.B. Homosexualität und Abtreibung. Dies war wohl dem Zeitgeist geschuldet: über diese beiden Themen war die bundesrepublikanische Gesellschaft noch nicht bereit zu diskutieren. Der § 175 des deutschen Strafgesetzbuches stellte sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe. Er galt bis zum 11. Juni 1994.
Dagegen wurde die Emanzipation der Frau selbst in Deutschland um 1960 schon lange diskutiert. Die Gleichberechtigung der Frau und die emanzipative Frauenbewegung hatte allerdings unter den  Nationalsozialisten einen Rückschlag erlitten. Eine neue autonome Frauenbewegung mit einiger Schlagkraft entstand erst wieder Ende der sechziger Jahre. Insofern war es von Andersch mutig und provozierte erwartungsgemäß, dass er Franziska aus der 3-K-Umgebung (Kind, Küche, Kirche) ausbrechen ließ. Allerdings befand sie sich in einer – aus Sicht der Fünfziger – fortschrittlichen Dreierkonstellation. Sie war die Vorzeigepuppe von Joachim und Herbert und ihr mangelte es an nichts, "außer" der Freiheit. Erfolgreiche Männer der Wirtschaft benötigten damals (und noch für viele Jahre) eine gut aussehende, vorzeigbare Frau.
Ein Hauptthema in Die Rote und im Werk Alfred Anderschs allgemein ist die Frage nach der Schuld, Strafe, Vergebung und Versöhnung.
Es wird exemplarisch an Kramer und O'Malley behandelt; auf einer mehr persönlicher Ebene stellt sich die Frage nach Schuld auch für Franziska, Joachim und Herbert.
Vier Lebensentwürfe
Andersch setzt in Die Rote mit Franziska und Fabio vier Lebensentwürfe zum Teil gegeneinander, die sich am Ende treffen.
  1. Leben im vorzeigbaren Wohlstand, allerdings "gefangen" in der bürgerlichen Moralvorstellung der Konrad-Adenauer-Zeit.
  2. Sprung in die Freiheit, in der sich Franziska nahezu verliert. Zuwendungen und Angebote erfolgen nur mit Zugeständnissen, Erwartungen und Hintergedanken der männlichen Geber. Ein wichtiger Zweig der damaligen Lebensphilosophie war der Existentialismus mit seinem Slogan: „Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt.“ Franziska macht lange bevor Janis Joplin die Zeile berühmt machte, eben diese Erfahrung: „Freedom's just another word for nothing left to lose.“ (Me and Bobby McGee [Kris Kristofferson & Fred Foster], 1970).
  3. Politisch aktive Lebensführung, gemäß dem Diktum von Karl Marx: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.“ Thesen über Feuerbach, MEW Bd. 3, S. 535 (1845). Fabio kämpfte für seine politische Haltung, vollzog dann aber die Wende zum vierten Lebensentwurf.
  4. Künstlerisches Leben: als Geiger im Orchester hat sich Fabio unterzuordnen um gemeinsam Schönes entstehen zu lassen.
Es stellt sich die Frage: Kann man der vierten Position nicht mehr für sich und die Welt bewirken als mit dritten? Die erste und dritte Position ist eher einem realistisch-wissenschaftlichen Wahrheitsbegriff verpflichtet (siehe "Was ist Wahrheit?"unter andersch Links), während Montiverdi (siehe andersch Motto) die Wahrheit in der Erweckung von Leidenschaften sieht
Die Positionen stehen zum Teil konträr, doch das Ende des Romans zeigt, dass Freiheit und Einordnung sogar vereinbar sind (erste Fassung) oder deutet dies versuchsweise an (zweite Fassung).
Antisemitismus bei Inspektor Kramer und Alfred Andersch
Der Ex-Gestapo Mann Kramer bekennt sich auch 1958 noch zu seinem Judenhass. Durch die Verhaftung von Juden, Kommunisten und Demokraten wurde Deutschland sauber (S. 188). Er verhilft Ex-Nazis zur Flucht in arabische Länder. Seit Kriegsende war Kramer nicht mehr in Deutschland gewesen. Für ihn hatten die Juden, Kommunisten und Demokraten gesiegt (S. 189). Seine Verhöre habe er immer ohne Schlagen geführt, betont Kramer gegenüber Franziska. Doch diese weist ihn zurecht: Er habe Schlagen lassen. Da greift Kramer zur Standardausrede, er habe nur auf Anweisung gehandelt (S. 190). Deshalb fühlt er sich nicht als verantwortlicher Verbrecher (S. 191).
Franziska hasst zwar William Shakespeare, wenn sie an Shylock aus dem Kaufmann von Venedig denkt (S. 197), aber das zeugt nicht von Antisemitismus. Viele Leser des Kaufmanns von Venedig hegen Antipathie gegenüber Shylock (die ich nicht teile). Den Juwelier Aldo Lopez und Shylock verbindet, dass man ihnen ausgeliefert ist. Sobald Franziska erfährt, dass der Juwelier Jude ist, bekommt sie Gewissensbisse sich an Kramers neuerlichen „Judenverfolgung” beteiligt zu haben (S. 185)
Bedenklich ist hier allerdings, dass Andersch mit dem Juden als Juwelier und Geldgeber gängige Klischees bedient.
Zur Antisemitismusdebatte um Alfred Andersch lese man die beiden aufschlussreichen Artikel von Alexander Miró.
Geschichten im Roman
Andersch hat – ganz modern, oder ist es orientalisch? – Geschichten in seinen Roman platziert.
  • Gemäldebeschreibung Giorgione: Der Sturm (um 1505)
    Dabei wird der nüchternen, naiven Bildauffassung der kleinen Serafina, diejenige Fabios entgegengesetzt.
„Für ihn war es die Darstellung der ewigen Trennung zwischen Mann und Frau. Auf dem einen Ufer saß die Frau, nackt und innig in ihren kleinen Fruchtbarkeits-Ritus verzaubert, hell beleuchtet, eine klare biologische Formel, während auf dem anderen Ufer der Mann stand, dunkel, schön, lässig, genießerisch, verliebt, er hatte schon ein Kind gezeugt, und das Glied spannte sich schon wieder im Lederbeutel der Tracht des Jahres 1500; jung und getrieben, geistig und rätselhaft, hatte er sich noch einmal umgewendet, aber das Wasser – »er könnte leicht hinübergehen« – lag unüberschreitbar dunkel und tief zwischen ihm und der Mutter mit ihrem Kind indes der Wolkenhimmel aller Jahrhunderte von einem großen Blitz durchzuckt wurde“ (S. 28-29). Giorgione
Giorgione: Der Sturm
  • In Ugos Bar berichtet der Ofensetzer Giuseppi Rossi vom Kampf einer Katze mit einer Ratte. Man kann es als Gleichnis des Kampfes zwischen O'Malley und Kramer lesen. Kramer wird schließlich durch Strychnin (Rattengift) umkommen. (S. 50-59). Man kann es auch als Allegorie des Kalten Krieg der Endfünfziger lesen: wenn West und Ost aneinander geraten, werden beide umkommen und ihre Kadaver – wie in der Ofensetzergeschichte – in den Kanal der Geschichte geworfen.
  • Legende des Schutzpatrons der Stadt Venedig, der heilige Markus (S. 124)
  • Filmbeschreibung: Der Schrei [Il Grido] (S. 200-205)
Gliederung und Stil
Andersch gliedert den Roman in die vier Handlungstage. Der Leser ist über die Kürze der abgelaufenen Handlungszeit immer informiert. Das wird durch die zahlreichen Episoden innerhalb dieser vier Tage aufgelockert. Die Kapitel haben dazu oft weitere Zeitangaben. Der Autor verwendet in Die Rote – wie schon in seinem Romanerstling Sansibar (1957) – die Technik wechselnder Perspektiven. Die Handlungsstränge Franziska und Fabio sind bis zum Schluss streng getrennt. In den Text eingeblendet sind innere Monologe der Protagonisten, meist die von Franziska. Da sie oft mitten im Satz wechseln hat Andersch sie klugerweise kursiv gesetzt. Der Schriftsteller und Publizist Robert Neumann nennt dies in seiner Besprechung vom 28. Oktober 1960 „Mätzchen mit der Kursivschrift” und belehrt dann, dass „die Intelligenteren unter uns” den Übergang auch ohne die Kursivsetzung gespannt hätten. Ich bleibe bei meiner Zustimmung zu Anderschs lesefreundlicher Technik.
Mätzchen sind für mich eher die – freilich sparsam – eingestreuten italienischen und französischen Phrasen. Der Bundesbürger war 1958 wieder Weltbürger und versteht sie, setzte der Autor voraus.
Am Ende jedes Abschnitts bringt der Autor ein kurzes Kapitel „Der alte Piero, Ende der Nacht”. Es besteht aus durch Kommata getrennte Wörter, Satzteile und Sätze. Man kann sie überspringen. Ich vermute, dass hier der demente Piero, Vater von Fabio, am Ende der Nacht angelangt ist und vor sich hinstammelt. Neumann nennt sie „die lallenden kleinen Abgesänge seiner Kapitel” und diesmal stimme ich zu. Aber auch dazu gibt es Gegenstimmen. Der  Literatur- und Medienwissenschaftler Reinhard Döhl preist, „daß diese kurzen Passagen neben semantischer Information mehr berechenbare ästhetische Information enthalten als die puren Handlungsabläufe” (Döhl 1960).
Wissenschaftliche Positionen
  • Behaviorismus & Determinismus
    Ende der 50-er Jahre war der Höhepunkt des Radikalen Behaviorismus (Hauptvertreter: B. F. Skinner). Dieser wird hier von Patrick verbunden mit einem Determinismus und der Mensch wird zum Automaten (S. 100-101). Er vertritt die These, dass man sich dagegen nicht wehren kann (S. 100), Die von ihm geschilderten Erlebnisse in Kriegsdeutschland sind „die Folge einer lückenlosen, einer automatischen Kette von Kausalitäten” (S. 106). Professor Bertaldi, Fabios Bekannter aus seiner politischen Vergangenheit, ist da anderer Ansicht: Gott gab dem Menschen die Wahl vernünftig oder unvernünftig zu sein, menschlich oder bestialisch (S. 123-124). 
  • Kugelgestalt der Erde
    Andersch betont, dass Fra Mauro (um 1385 – 1459) von der Kugelgestalt der Erde überzeugt gewesen sein muss. Doch schon seit der Antike kannten die Gelehrten die Kugelgestalt der Erde. Ptolemäus nahm sie an, Aristoteles lieferte den ersten Beweis dafür. Seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. dominierte daher die Kugelgestalt der Erde (siehe Flache Erde, Links). Auch die Kirche vertrat (entgegen S. 144) keineswegs eine Lehre von der flachen Erde. Hier sass Andersch einem verbreiteten Irrtum auf, der allerdings erst Ende des 20. Jhdts, vollends ausgeräumt wurde. Der Widerruf Galileo Gaileis (S. 145) betraf das Modell des kopernikanischen Sonnensystems versus dem antiken ptolemäischen und hatte nichts mit der Scheiben- versus Kugeltheorie zu tun.
Literarische Anspielungen
Neben den Bezügen zur Malerei enthält Die Rote zahlreiche literarische und musikalisch Bezüge. Zuerst zur Literatur.
  • In Tennessee Williams: The Roman Spring of Mrs. Stone wartet der römische Lover Paolo vorm Haus, für Mrs Stone vom Fenster aus sichtbar auf sie. Diese Szene wiederholt sich in Venedig. Patrick wartet auf Franziska zum Fenster hinaufblickend (S. 96).
  • Die Verfolgung von Nazis kommt in Deutschland erst später in Gange, andere waren da Jahre voraus. Patrick O'Malley hat seine Privatfehde mit Ex-Inspektor Kramer. Dieser ist Albino und wird des öfteren mit dem von Kapitän Ahab gehetzten weißen Wal Moby Dick verglichen (S. 139-140).
  • Neben Herman Melville holt Andersch mit Mark Twain einen weiteren US-Schriftsteller ins Boot. Ein junger Mann liest im Boot Mark Twain auf italienisch, vielleicht seinen Bummel durch Europa [A Tramp Abroad] (S. 35).
  • Andere wie William Faulkner (S. 14), Rilke, Dostojewski, Beckett (S. 15), Raymond Chandler und Mickey Spillane (S. 178) werden nur erwähnt, sorgen aber für das Zeitkolorit.
Musikalische Anspielungen
Andersch bezieht die Musik stark ein. Das dient den aufgeworfenen Fragen und dem Zeitkolorit.
  • Über Monteverdi und das Buchmotto siehe Motto des Romans.
  • Fabio als Geiger fungiert als Gegenentwurf zu Franziska.
  • Popmusik, Jazz und Klassik dienen einerseits dem Zeitkolorit als auch der Kategorisierung von niederem Volk (Pop) und feinen Leuten (Jazz, Klassik). Wenn man aber guten Jazz hört (hier: Jimmy Guiffre, John Lewis), kann man gleich zu Mozart, Telemann, Vivaldi übergehen (S. 160),
  • Elvis Presley als „Droge des Jahrzehnts” (S. 159) nicht gut weg. Seine abscheuliche Musik (S. 160) ist wohl (Die Rote im Januar 1958): „Don't be cruel”; „Loving You”; „All Shook Up” oder „Teddy Bear” (Quelle: Tutti i successi del 1958).
  • Die Klassik ist weiters vertreten mit Johannes Brahms: Adagio aus Quintett für Streicher und Klavier, op. 34; Claudio Montiverdi: Orfeo; Gaetano Donizetti: „Una furtiva lacrima” aus Elisir d'amore (Liebestrank) u.v.a.
Zitate
„Irgend etwas muß mit mir nicht in Ordnung sein, wenn ein Mensch wie Sie mich sympathisch finden kann” Franziska Lukas in Die Rote über einen ehemaligen Gestapo Inspektor. (S, 164)
Rezeption
Die Rote – Andersch' zweiter Roman (nach Sansibar oder der letzte Grund, 1957) – wurde unterschiedlich aufgenommen. Andersch sah den Grund für die Kritik darin, dass er nicht wie bei Sansibar direkt die NS-Zeit thematisierte, sondern primär die bundesrepublikanische Gegenwart. 
Marcel Reich-Ranicki (MRR) über Die Rote (2010):
„Das Urteil über die »Rote«, die ich vor genau fünfzig Jahren ausführlich (leider!) besprochen habe, lautet auch bei mir (damals und heute) »grauenhaft und kitschig«. Dass der Roman »ein wichtiges Werk der deutschen Nachkriegsliteratur« sei, ist Mumpitz und Humbug.”
Ich hoffe, ich konnte durch meine Besprechung zeigen, dass MRR hier falsch urteilt.
Vielleicht durch meine angehäufte Leseerfahrung oder weil es die Zweitlektüre war, erschien mir Die Rote noch aufregender als beim ersten Mal. Damals störte mich die planlose und unvernünftige Franziska, die ich heute viel gelassener nehme: die Menschen sind verschieden und Spontanität hat auch Vorzüge. Es ist ein radikaler Roman, weil er existenzielle Fragen stellt und ihre radikale Beantwortung nahe legt. Dies insbesondere zur Schuld, Verantwortung und Sühne, zum richtigen Lebensentwurf; zur Sinnlosigkeit des Lebens und zu Gott und dem Bösen. Nimmt man das Motto ernst, so ist die einzige und wahre Aufgabe des Menschen Leidenschaften und Gefühle bei anderen zu wecken (Wahrheit im Sinne Monteverdis). Das kommt Viktor Frankls Prinzip (andersch Links) nahe, oder ich lese es wenigstens so.
Vergleichsliteratur
Wolfgang Borchert: Draußen vor der Tür, (1947)
Marie Luise Kaschnitz: Ein Totentanz, (1947)
Wolfgang Koeppen: Der Tod in Rom, (1954)
Martin Walser: Ehen in Phillipsburg, (1957)
Heinrich Böll: Billard um halb zehn, (1959)
Sachliteratur:
Ernst Klee: Persilscheine und falsche Pässe. Wie die Kirchen den Nazis halfen
Gerald Steinacher: Nazis auf der Flucht: Wie Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen (andersch Literatur)
Abgesehen von einigen literarischen Zicken (Einschübe des Piero) halte ich Die Rote – entschieden gegen MRR – für einen großen Roman der deutschen Nachkriegsliteratur. In Venedig ereignet sich ein Kammerspiel um die BRD der Endfünfziger, wobei zeitlose Themen behandelt werden. Ob es ein „Roman der Weltliteratur” ist, wie Wolfgang Koeppen urteilte, bezweifle ich. Dafür würde ich Anderschs Sansibar nominieren.
Die Lektüre von Die Rote ist aber sicher ein Gewinn.
Verfilmung
Die Rote (1962) mit Rossano Brazzi (Fabio), Ruth Leuwerik (Franziska), Gert Fröbe
Regie: Helmut Käutner
Links
andersch Alfred Andersch
anderschAndersch: Rot in Venedig, DER SPIEGEL 45/1960, 2.11.1960
AnderschDie Rote, Alfred Andersch (1960) Folien
anderschMichelangelo Antonioni: Der Schrei (1957)
anderschBehaviorismus
Decker, Jan-Ulrich (2008): „Literatur und Film der 50er Jahre in der BRD – Martin Walser: Ehen in Philippsburg – Alfred Andersch: Die Rote”. anderschonline (pdf)
döhlReinhard Döhl: "Das Geheimnis solcher Häuser - zu Alfred Andersch's Roman: Die Rote"
anderschReinhard Döhl (* 16. September 1934 Wattenscheid/Ruhrgebiet; † 29. Mai 2004 Stuttgart; Pseudonym: Traugott Schneider), deutscher Literatur- und Medienwissenschaftler.
anderschFlache Erde
andersch Viktor Frankls Prinzip
andersch Galileo Galilei
anderschGiorgione (* 1478 Castelfranco Veneto; † vor dem 25. Oktober 1510 Venedig), ein italienischer Maler der Renaissance
andersch Hitlers Eliten nach 1945, Literatur zu
andersch Die Katholische Kirche und die Wissenschaften
anderschLeserattenforum (kurze, aber aussagekräftige Besprechung)
anderschFra Mauro (* um 1385; † 1459), venezianischer Mönch und Kartograf
andersch Herman Melville: Moby-Dick or, The Whale
anderschMiró, Alexander „Die Antisemitismusdebatte um Alfred Andersch”
anderschMiró, Alexander „Die Judendarstellung in ausgewählten Romanen Alfred Anderschs”
AnderschRobert Neumann: Mein Feind Alfred Andersch. Eine Besprechung des Romans „Die Rote“ und einige höchst persönliche – Bemerkungen. Die Zeit 28.10.1960
anderschRobert Neumann (* 22. Mai 1897 Wien; † 3. Januar 1975 München), Schriftsteller und Publizist
ExistenzialismusDie Philosophie des Existenzialismus
Elvis Presley in Italien, 1958: anderschTutti i successi del 1958anderschI singoli più venduti del 1958
anderschFragen Sie Reich-Ranicki: Ob Alfred Anderschs Roman „Die Rote“ bedeutend sei? Marcel Reich-Ranicki antwortet einmal mehr auf Leserfragen. FAZ 5.01.2010
andersch "Was ist Wahrheit?"- Überblick zu aktuellen Wahrheitstheorien
andersch Tennessee Williams: The Roman Spring of Mrs. Stone
AnderschDieter Wunderlich: Alfred Andersch: Die Rote (Buchtipp)
Literatur
Buchholtz, Elisabeth (1994): „Die Begegnung mit dem Fremden als existenzielle Herausforderung. Alfred Andersch "Die Rote" im Deutschunterricht der gymnasialen Oberstufe”. In: Kurt Franz, Horst Pointner, Hg.: Interkulturalität und Deutschunterricht. Festschrift für Karl Stocker zum 65. Geburtstag. München: ars una. S. 217 - 229.
Döhl, Reinhard (1960): „Das Geheimnis solcher Häuser – zu Alfred Andersch’s Roman: Die Rote. Olten und Freiburg i. Br.:Walter Verlag”. Notizen 5:30, S. 26. – Anderschonline (pdf)
Durzak, Manfred (2009): „Sebald - der unduldsame Kritiker. Zu seinen literarischen Polemiken gegen Sternheim und Andersch”. Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik. S. 435-445.
Grothmann, Wilhelm H. (1986): „Zur Problematik des Widerstands bei Alfred Andersch”. Neophilologus 70:4. S. 582-595.
Littler, Margaret (1991): „»Drei Schwierigkeiten für die Fraz, die Andersch liest ...«.  A Reassessment of the Portrayal of Women in the Work of Alfred Andersch”. German Life and Letters 44:5. S. 443–458.
Schreiber, Ulrich (1988): „Il Divino Claudio. Claudio Monteverdi (1567-1643)”. In: Ulrich Schreiber: Die Kunst der Oper. Geschichte des Musiktheaters. Von den Anfängen bis zur französischen Revolution. Frankfurt. – Anderschonline (pdf)
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Rote RoteAlfred Andersch: Die Rote. Zürich: Diogenes, 2006. 254 Seiten Andersch
Alfred Andersch: Gesammelte Werke in 10 Bänden in Kassette: Sansibar oder der letzte Grund / Die Rote. Bd 1. Zürich: Diogenes, 2004. Gebundene Ausgabe: 548 Seiten Andersch
Klee RoteErnst Klee: Persilscheine und falsche Pässe. Wie die Kirchen den Nazis halfen. Frankfurt: Fischer, 2011. Broschiert,  192 Seiten Steinacher
Gerald Steinacher: Nazis auf der Flucht: Wie Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen. Frankfurt: Fischer, 2010. Broschiert, 384 Seiten Andersch
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