| Sabine
Arnold: Boomerangs Flug Norderstedt: Books on Demand, 2007. Taschenbuch, 192 Seiten – |
| Im trauten Glück einer nach Australien ausgewanderten
Deutschen (Ich-Erzählerin) häufen sich Ungereimtheiten. Ehe es Jules
O'Donoghue, ihr Mann Michael und die Tochter Jo(sefine) so richtig
merken, baut sich beim Leser das Grauen auf. Geschickt wird das
Entsetzen genährt, manches preisgegeben, aber eher so, dass man
Unbestimmtes ahnt oder annimmt und dann schlägt der Fremde zu ... Das begrenzte Kammerspiel weitet sich aus, bleibt aber unter Kontrolle. Die Spannung wird durch geschickte Inszenierung und einen passenden Stil hoch gehalten. |
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Ausgenommen Krimis lese ich kaum reine Spannungsliteratur. Was man in
letzter Zeit dazu zählt und ich gelesen habe, schlägt Sabine Arnold
locker: |
| Allerdings hält Boomerangs
Flug die hohe Vibration nicht durch: es wäre für den Leser
fast nicht auszuhalten. Nachdem die Fronten einigermaßen geklärt sind
(keineswegs das Geschehen) baut die Autorin
etliche retardierende Abschnitte ein und erzählt uns
beispielsweise inmitten eines furchtbaren Zyklons den langen Traum der
Ich-Erzählerin (S. 178). Für einen Romanerstling ist die Charakterführung der wenigen Personen hervorragend gelungen. Es sind ausgeprägte Figuren, nicht überzeichnet, trotz manchmal seltsamen Verhaltens immer glaubwürdig. |
| Winzige
Kritik an den Verlag Der Buchtitel ist verfehlt. Entweder "Bumerangs Flug", oder – wenn's unbedingt englisch sein muß – dann "Boomerang's Flight" oder ähnlich. So aber nicht. Dazu wage ich das "Wage ..." (S. 126) zu beanstanden. Es muss heißen: "Vage ...". Das Buch gliedert sich in "1. Teil" (S. 6) und "Teil 2" (S. 73). Hää? |
| Ein
spannender Thriller in Australien von einer deutschen Autorin. Heiße
Leseempfehlung. Der Roman erhielt den BoD-AutorenAward 2008; das spricht auch für die früheren Preisträger (siehe |
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