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Kehlmann
Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
Reinbek: Rowohlt, 2005. Gebunden, 304 Seiten – Daniel LinksDaniel Literatur
gauss Die zugrundeliegende Idee zum Roman Die Vermessung der Welt ist grossartig: Kehlmann läßt zwei der bedeutendsten Wissenschaftler ihrer Zeit, ach was, aller Zeiten, zusammentreffen. Dieses Treffen zur 7. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärtze in Berlin im September 1828 fand tatsächlich statt, wird aber von Kehlmann fiktiv aufbereitet. Es rahmt die Lebensgeschichten von Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt ein. humboldt
In abwechselnden Kapiteln erzählt Kehlmann Episoden aus dem Leben der beiden Gelehrten. Dabei hält er sich zwar an historische Gegebenheiten, geht aber gelegentlich damit grosszügig um und erfindet.
Bei Gauß liegt ein Schwerpunkt auf seinen familiären Beziehungen (zwei Frauen Johanna und Minna; Querelen mit Sohn Eugen). Die Mathematik kommt hauptsächlich in Anekdoten vor. Vermessung, Physik und Astronomie werden gewürdigt.
Bei Humboldt stehen seine Beziehungen zu langjährigen Freunden (Bruder Wilhelm, Weimarer Kreis) und die beiden Reisen nach Amerika und Russland im Vordergrund.
Worin liegt nun das Besondere an diesem Roman (wenn man das fast durchgängige Lob der Kritik und den enormen Verkaufserfolg als Auszeichnung interpretiert)?
Die Vermessung der Welt
• bringt zwei der größten deutschen Gelehrten dem Lesepublikum näher. Trotz mancher sachlicher Schnitzer und Fehldarstellungen wird sich mancher Leser nach der Lektüre eine ernsthafte Biografie der beiden zulegen. Dieser grosse Pluspunkt bleibt trotz aller nachfolgender Kritik.
• macht deutlich welch Potenzial an geistiger Größe um 1800 im deutschsprachigen Raum wirksam war. Immanuel Kant (1724–1804), Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Friedrich Schiller (1759–1805), W. v. Humboldt (1767–1835), A. v. Humboldt (1769–1859), Ludwig van Beethoven (1770–1827), Franz Schubert (1797–1828), .... Mit vielen dieser Leute hatten Gauß und Humboldt Beziehungen.
• zeigt ideengeschichtlich viel mehr als man so beim Lesen meint (Daniel Ideengeschichte),
• spannt Bezüge zur Gegenwart; insbesondere Gauß unterschiebt da Kehlmann einiges Vorausschauende,
• sinniert über den Lebensplan und Nachruhm; dafür eignen sich beide Protagonisten.
"Er habe, sagte Humboldt, viel über die Regeln des Ruhmes nachgedacht. Einen Mann, von dem bekannt sei, daß unter seinen Zehennägeln Flöhe gelebt hätten, nehme keiner mehr ernst. Ganz gleich, was er sonst geleistet habe" (S. 112). Vielleicht ist es heute mit Big Brother und dem Guiness Buch der Rekorde genau umgekehrt Humboldt.
• soll das deutsche Wesen exemplarisch zeigen; diese Absicht gab der Autor kund. Sie blitzte beim Lesen schon auf, so recht gebe ich Kehlmann aber erst beim nochmaligen Nachdenken: ja, es ist ein Roman über das Deutschsein.
Ideengeschichte
Die Vermessung der Welt ist über die Deutschen und ihre Blütezeit um 1800. (Darüber mehr unter Daniel Deutschsein). Daniel Kehlmann: "Der Turnvater Jahn, der ja in meinem Roman auch auftritt, sogar als eine der wiederkehrenden Hauptfiguren, demonstriert, wie hier etwas grundsätzlich schief lief. Im ersten Drittel meines Buches kommt noch Kant vor, allerdings schon als seniler Greis, im letzten Drittel schwingt schon der Turnvater das große Wort: Deutschland steuert in die geistige Katastrophe" (Roland G. Holtforth, Daniel Rezensionen). Die Verwendung des Turnvaters Friedrich Jahn ist freilich ambivalent. Einerseits zeigt es die Vernachlässigung des Körpers (Gauß wird im Roman ständig hier und dort "gezwickt") und den einseitigen Einsatz der Verstandeskraft, andrerseits brachte Deutschland gerade der körperliche Drill und das Aussetzen des Verstandes in die Katastrophe des 20. Jhdts. Am 18./19. Oktober 1817 fand auf Jahns Initiative als Höhepunkt der Turnbewegung in Deutschland (mit über 100 Turnplätzen alleine in Preußen) das Wartburgfest mit der ersten neuzeitlichen Bücherverbrennung im deutschsprachigen Raum statt (Daniel Verbrannte Bücher). Jahn selbst stellte die Liste der Bücher zusammen, sein Schüler Hans Ferdinand Maßmann initiierte die Aktion.
Ob dieser Ideenübergang um 1800 oder in der ersten Hälfte des 19. Jhdts. stattfand kann bezweifelt werden; vielleicht erst gegen Ende des Jhdts. oder zu Beginn des 20. Jedenfalls wäre es besser gewesen, die Devise Juvenals "Mens sana in corpore sano" zu beherzigen.
Neptunismus vs. Vulkanismus
Humboldt wurde in Freiberg beim berühmten Mineralogen Abraham Gottlob Werner ausgebildet. Von diesem beeinflusst hing er dem Neptunismus an. Dieser nahm an, alle Gesteine seien Ablagerungen der Ozeane. Im Laufe seiner Reise wechselte Humboldt zum Vulkanismus (auch Plutonismus; zu diesem und dem Neptunismus siehe Daniel Links): die Erde ist innen heiß und die Berge sind das Resultat von Verschiebungen und Vulkanausbrüchen.
Zur Ideengeschichte gehört auch die Konfrontation des wissenschaftlichen Denkens mit dem mythischen und abergläubischen. Dazu eignet sich gut Humboldts Begegnung im südamerikanischen Wald, als auch Gauß und seine teilweise analphabetische Umgebung.
Zu Felsbildern fast hundert Metern über dem Fluß gibt es drei Vermutungen: entweder stand früher das Wasser höher oder die Menschen flogen oder die Felsen waren niedriger und haben sich später emporgehoben. Die erste Vermutung ist offensichtlich falsch. Ein Soldat untermauert die zweite mit der Anmerkung, dass viele Wesen fliegen. Doch Humboldt bleibt wissenschaftlich.
"Menschen flögen nicht, sagte Humboldt. Selbst wenn er es sähe, würde er es nicht glauben.
Und das sei dann Wissenschaft?
Ja, sagte Humboldt, genau das sei dann Wissenschaft." (S. 138)
Humboldt hat die Prinzipien der Wissenschaft verstanden. An extrem gut bewährten All-Aussagen ("Menschen fliegen nicht") wird festgehalten, selbst wenn die Sinneswahrnehmung anderes suggeriert. Sie kann trügen (Riese René Descartes; siehe "Zwerge auf den Schultern von Riesen", Daniel Links).
Die Indianer weigern sich Humboldt in die Höhle der Toten zu begleiten. Alexander gibt auf diesen Mumpitz nichts und geht hinein. Er macht eine wissenschaftliche Beobachtung pro heißes Erdinnere und sieht "die Gestalt seiner Mutter neben sich. Er blinzelte, doch sie blieb länger sichtbar, als es sich für eine Sinnestäuschung gehörte." Alexander lässt sich nicht kleinkriegen "Er schloß die Augen und zählte langsam bis zehn" (S. 74).
Bemerkenswert bringt Kehlmann an manchen Stellen mit stillen Bezügen zur Gegenwart gesellschaftspolitische Kritik ein. "Wenn drei Männer auf der Straße stünden, [...] sei dies eine Zusammenrottung. Wenn dreißig in einem Hinterzimmer Geister anriefen, so habe keiner etwas einzuwenden" (S. 218). Da kommt zum Ausdruck, dass wir menschenrechtlich und aufklärerisch wenig Fortschritte gemacht haben: das Versammlungsrecht wird immer weiter eingeschränkt und bekommt schon bald den Zuschnitt aus Zeiten des Absolutismus. Dagegen darf auch heute noch Geisterbeschwörung, sei es in Hinterzimmern oder in Kathedralen, praktiziert werden.
Die Überzeichnung des Berechnungswahn der beiden Gelehrten und die Kritik daran kommt beim Leser an. "Ein Hügel, von dem man nicht wisse, wie hoch er sei, beleidige die Vernunft und mache ihn unruhig. Ohne stetig die eigene Position zu bestimmen, könne ein Mensch sich nicht
fortbewegen." (S. 42). Am GPS hätte Humboldt seine Freude. Er und Gauss haben dazu die Fundamente gelegt.
Kehlmann protestiert gegen zu starke Vernummerierung auf seine Weise: Die sechzehn Kapitel des Romans sind unnummeriert; nur einmal – wenn ich es richtig gelesen habe – nennt er eine Jahreszahl; 1828 im ersten Satz (S. 7).
Zu weiteren ideengeschichtlichen Bemerkungen, siehe Daniel Unstimmigkeiten.
Rassismus – Sklaverei – Ausbeutung
Alexander von Humboldt wandte sich zeitlebens gegen Rassismus und Sklaverei. Das bringt Kehlmann an einigen Stellen markant heraus.
• In der Mission Esmeralda bringt ein alter spanischer Soldat den Indianern die Heilsbotschaft der Alten Welt. (Wie dabei vorgegangen wurde ist eine Schande für die sogenannte Zivilisation, steht aber bei Kehlmann nicht zur Diskussion.) Der Soldat spricht den Rassismus der Weißen aus: "... hinter der Mission töteten die Menschen ohne Hemmungen. Sie hätten mehrere Köpfe, seien unsterblich und unterhielten sich in Katzensprachen" (S. 137).
• Kurz darauf erreichen Humboldt und Bonpland die Jesuitenmission mit Pater Zea. Dieser wundert sich, sie lebend zu sehen und erkundigt sich, wie sie mit den Kannibalen zurechtgekommen seien. Humboldt entgegnet nüchtern, er habe keine getroffen (S. 138).
• Der spanische Leiter einer Silbermine über die hohe Unfallrate bei den Arbeitern:
"Man habe genug Leute, sagte Don Fernando. Wer sterbe, könne ersetzt werden.
Humboldt fragte ihn, ob er Kant gelesen habe.
Ein wenig, sagte Don Fernando. Aber er habe Einwände gehabt, Leibniz liege ihm mehr. Er habe deutsche Vorfahren, deshalb kenne er all diese schönen Phantastereien." (S. 199)
Ein schönes Beispiel wie Kehlmann webt: zum Thema Ausbeuterei kommt ein Verweis auf Kant und eine Einschätzung der Deutschen bei anderen als Phantasten.
Deutschsein
Immanuel Kant wird zunächst öfters erwähnt (um 1800 lebt er ja noch im fernen Königsberg). Doch gewinnt zum Ende hin der durchgehend präsente Friedrich Jahn an Bedeutung. Der Geist unterliegt der Körperertüchtigung. Damit ein Bezug zum 20. Jhdt. wo dieser Wechsel im Fokus des Deutschseins fatale Wirkungen hatte.
"Der Mensch sei kein Tier, sagte Humboldt. Manchmal doch, sagte Bonpland.
Humboldt frage, ob er nie Kant gelesen habe. Ein Franzose lese keine Ausländer" (S. 48).
Damit sagt Kehlmann nicht nur was über die Deutschen, sondern auch über deren Rezeption bei den Franzosen Kant.
• Über den spanischen Eroberer Lope de Aguirre (1510–1561) urteilt Humboldt harsch:
"Dieser traurige Mann habe gar nichts erforscht, sagte Humboldt. Ebensowenig erforsche ein Vogel die Luft oder ein Fisch das Wasser.
Oder ein Deutscher den Humor, sagte Bonpland" (S. 111).
• Eine eigene Ausarbeitung gebührte dem Verhältnis des Geradesitzens und dem Deutschsein. Kehlmann spricht es an einigen Stellen an. Dabei geht es dem echten Deutschen um eine Körperhaltung (Turnvater Jahn!), doch besser stünde ihm eine entsprechende Geisteshaltung an (Kant ist alt).
[Vater Gauß] "Ein Deutscher, sagte er immer wieder, während er müde die abendliche
Kartoffelsuppe aß, sei jemand, der nie krumm sitze. Einmal fragte Gauß [Sohn]: Nur das? Reiche das denn schon, um ein Deutscher zu sein? Sein Vater überlegte so lange, daß man es kaum mehr glauben konnte. Dann nickte er" (S. 54). Dieser Schenkelklopfer zur Deutschen Leitkultur (Daniel Links) führt zum nächsten Abschnitt:
Witz und Ironie
Ich gebe zu: Witz und Ironie erkannte ich gelegentlich wohl, doch erst beim Schreiben der Rezension, beim nochmaligen Nachblättern einiger Absätze erkannte ich wie breit gestreut ironisch der Roman ist. Und: Kehlmann hat fein gesponnen und am Text gefeilt. So bringen manche Stellen etwas für die übergreifende Konzepte, nehmen Bezug zur Gegenwart und wirken ironisch oder witzig.
Zum Beleg führe ich einige Stellen an.
Bonpland will am Ufer Hilfe holen.
"Es gebe keine Hilfe, sagte Humboldt […] Falls es jemandem nicht aufgefallen sei, dies sei der Urwald." (S. 112) Diese Redewendung scheint mir ein sehr gegenwärtige zu sein.
Alexander und Bonpland mit Pater Zea am Orinoko. Bonpland ist entsetzt über das Boot.
"Lieber einen Monat in der Hölle, sagte Bonpland, als das!
Er werde beides bekommen, versprach Pater Zea. Die Hölle und das Boot." (S. 114)
Gaußens erste Hochzeitsrede
Das Glück meint Gauß in seiner Rede zur ersten Heirat mit Johanna "komme ihm wie ein Rechenfehler vor, ein Irrtum, von dem er nur hoffe, keiner werde ihn aufdecken". Nachdem er sich gesetzt hatte, "fragte er Johanna, ob er etwas Falsches gesagt habe.
Aber woher denn, antwortet sie. Genau diese Rede habe sie sich immer für ihre Hochzeit erträumt" (S. 148-149).
Alexander hatte keine Freunde "und als sein Bruder ihn zu seiner Hochzeit einlud – er habe eine Frau gefunden, wie sie ihm gezieme, eine, die nicht ihresgleichen habe auf der Welt –, antwortete er höflich, daß er nicht kommen könne, ihm fehle Zeit" (S. 30). Stimmt das? Ich weiß es nicht.
Es erinnert an Bertrand Russell der 1953 die Einladung zur Krönung der englischen Königin in die Westminster-Abtei ablehnte: "Ich habe sehr viel andere Dinge zu tun. Ich bin ein viel beschäftigter Mensch." – "Bertrand Russell", Der Spiegel 10.06.1953, S. 25
Intertextuelle Bezüge
Bevor Alexander ins Eis fällt will er F. G. Klopstock: "Der Eislauf", die Eislaufode, rezitieren (S. 24). Sie hätte ihn vorsichtiger werden lassen. Die beiden letzten Strophen lauten:

Zurück! lass nicht die schimmernde Bahn
Dich verführen, weg vom Ufer zu gehn!
Denn wo dort Tiefen sie deckt, strömts vielleicht,
Sprudeln vielleicht Quellen empor.

Den ungehörten Wogen entströmt,
Dem geheimen Quell entrieselt der Tod!
Glittst du auch leicht, wie diess Laub, ach dorthin;
Sänkest du doch, Jüngling, und stürbst!
In der Freiberger Bergwerksmine wäre Alexander fast umgekommen.
"Er stieg in eine noch nie erforschte Kammer ab, stellte die Lampe hin und wurde nach wenigen Minuten ohnmächtig. Sterbend sah er tropische Schlingpflanzen, welche unter seinem
Blick zu Frauenkörpern wurden, aufschreiend kam er zu sich" (S. 34)
Anachronistischer Bezug auf E.T.A. Hoffmann: Die Bergwerke von Falun
„Von unbekannter Macht fortgetrieben, schritt er vorwärts, aber in dem Augenblick regte sich alles um ihn her, und wie kräuselnde Wogen erhoben sich aus dem Boden wunderbare Blumen und Pflanzen von blinkendem Metall, die ihre Blüten und Blätter aus der tiefsten Tiefe emporrankten und auf anmutige Weise ineinander verschlangen. Der Boden war so klar, daß Elis die Wurzeln der Pflanzen deutlich erkennen konnte, aber bald immer tiefer mit dem Blick eindringend, erblickte er ganz unten – unzählige holde jungfräuliche Gestalten, die sich mit weißen glänzenden Armen umschlungen hielten, und aus ihren Herzen sproßten jene Wurzeln, jene Blumen und Pflanzen empor, und wenn die Jungfrauen lächelten, ging ein süßer Wohllaut durch das weite Gewölbe, und höher und freudiger schossen die wunderbaren Metallblüten empor“ (E.T.A. Hoffmann, 1819, online: KehlmannGutenbergKehlmannZeno).
Eine viel zitierte Stelle als intratextueller Bezug darf hier nicht fehlen.
"Sogar ein Verstand wie der seine, sagte Gauß, hätte in frühen Menschheitsaltern oder an den Ufern des Orinoko nichts zu leisten vermocht, wohingegen jeder Dummkopf in zweihundert Jahren sich über ihn lustig machen und absurden Unsinn über seine Person erfinden könne." (S. 9)
Dieser einzige Satz leistet vielerlei:
• dem Nachruhm setzt er entgegen, dass wir alle Zwerge auf den Schultern von Riesen (geht zurück auf Bernhard von Chartres um 1130, Daniel Links);
• er wirft eine Blick voraus aus Humboldts Reise zum Orinoko (von der Gauß an dieser Stelle nichts wissen kann);
• er stellt den Bezug zum kecken Unterfangen Daniel Kehlmanns selbst her.
Noch einmal straft Kehlmann-Gauß den Biografen ab:
"Romane, die sich in Lügenmärchen verlören, weil der Verfasser seine Flausen an die Namen geschichtlicher Personen binde. Abscheulich, sagte Gauß" (S. 221).
Gedichtvergleich
Johann Wolfgang von Goethe:
"Ein Gleiches", 1780
"das schönste deutsche Gedicht vortragen, frei ins Spanische übersetzt" (S. 128)
Über allen Gipfeln
Ist Ruh',
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest Du auch.
"Oberhalb aller Bergspitzen sei es still, in den Bäumen kein Wind zu fühlen, auch die Vögelseien ruhig, und bald werde man tot sein." (S. 128)
Dieser Gedichtvergleich ist ein eklatantes Beispiel wie Kehlmann Humboldt (und Gauß) einseitig und ungünstig darstellt. Alexander von Humboldt war selbstverständlich gegenüber der Poesie aufgeschlossen und ein Ästhet. Dies erkennt man aus fast all seinen Beschreibungen. Er sieht die Welt, die Wissenschaften und alle Disziplinen holistisch (siehe besonders die Biografie durch Adolf Meyer-Abich unter Daniel Links) und keinesfalls einseitig.
Indirekte Rede
Kehlmann verwendet meist die indirekte Rede. Das "meist" begründet sich zweifach:
1) Der Beginn des Kapitels "Die Steppe" ist die wörtliche Wiedergabe einer (fiktiven) Rede Humboldts über den Tod (S. 263).
2) Viele Reden können bis zum Identifikationseinschub auch wörtlich bestehen. Ein Beispiel: "Ein verrückter Mörder, sagte Bonpland, der erste Erforscher des Orinoko!" (S. 111) Hier kann der erste Redeteil und sogar der zweite wörtlich sein. Oft geht aus dem zweiten Redeteil der indirekte Charakter hervor. "Gern, sagte Humboldt, allerdings sei er nicht der Museen, sondern der Natur wegen hier" (S. 269).
Die indirekte Rede bewirkt viererlei:
1) Sie schafft Distanz. Autor und Leser gewinnen den nötigen Betrachtungsabstand zum historischen Stoff.
2) Sie meidet die "Trivialfalle" historischer Romane (Kehlmann in einem Interview). Gemeint ist, dass historischen Personen nicht wörtliche Reden unterlegt werden, die lediglich eine Erfindung des neuzeitlichen Autors sind.
3) Es macht den Text hölzern. Die Frische fehlt. Während bei direkter Rede oftmals mehrere Redewendungen unmittelbar hintereinanderstehen können, muss Kehlmann fast immer Personenbezüge einschieben.
Ein Dialogbeispiel: Humboldt redet (geht aus Text hervor) – "sagte Gauß" – "sagte Humboldt" – "sagte Gauß" – Humboldt redet (geht aus Text hervor) – sagte Gauß" (S. 249).
4) Dass indirekte Reden ohne Absatz in Erzähltext übergehen irritiert beim Lesen.
Da man dem Roman sowieso fiktiven Charakter zugesteht, hätte ich wörtliche Reden trotz allem bevorzugt, vor allem bei längeren Dialogen.
Unstimmigkeiten
Ganz im Gegensatz zu den Lesern und den Literaturkritikern (mit wenigen Ausnahmen, z.B. Wolfgang Griep, siehe Daniel Rezensionen) waren die Wissenschaftler und die Historiker mit Kehlmanns Vermessenheit im Umgang mit den historischen Tatsachen unzufrieden: "Occasionally there are gross inaccuracies that make historians of science wince" (Olesko 2007, S. 762). Sie fragen: Wie steht’s um die Fakten? Sind sie auch so fabelhaft wie der Roman? Kurz gesagt: leider ja (Wolfgang Griep, siehe Daniel Rezensionen). So erhielt Die Vermessung der Welt aus dem wissenschaftlichen Lager einige Kritik (siehe Frans Oort und Kathryn M. Olesko, beide unter Daniel Literatur).
Nichts – Äther
Bis um 1900 herrschte bei den Physikern (mit wenigen Ausnahmen) die Äthertheorie vor: das All wird vom Äther ausgefüllt (Daniel Links). Humboldt redet vom Nichts (S. 172)!?
"Occam's razor, sagte Gauß" (S. 246)
Kaum.
• Alle Dissertationen mussten damals in lateinisch verfasst werden, ebenso seriöse wissenschaftliche Arbeiten.
"Denn nicht nur alle Doktordissertationen mußten damals, auch die Beschreibungen neuer Pflanzenspezies [...] müssen heute noch, wenn sie international gültig sein sollen, lateinisch geschrieben werden". Adolf Meyer-Abich: Alexander von Humboldt in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek: Rowohlt, 1977, S. 26
• Gauß selbst brachte sein Meisterwerk über die zahlentheoretischen Untersuchungen 1801 unter dem Titel Disquisitiones Arithmeticae heraus (Daniel Links).
• Der Begriff "Ockhams Rasiermesser" leitet sich aus einem lateinischen Werk von Wilhelm von Ockham her.
Warum sollte Gauß da Wilhelm von Ockhams Rasiermesser (Zitate von Ockham unter Daniel Links) auf englisch ansprechen?
Fehlinterpretation der Statistik
Bei Kehlmann offenbart Gauß gegenüber dem befreundeten Physiker Wilhelm Weber (Daniel Links). eine unglaubwürdige Interpretation der Sterblichkeitsstatistik (S. 281). Diese ungerechtfertigte Bezugnahme auf den Einzelfall darf man Gauß nicht zuschreiben. Kehlmann macht es wohl um die Fixierung der beiden Protagonisten auf exakte Zahlen und rücksichtslose Vermessung bloßzustellen. Ich meine: vorbei geschossen.
Luftfahrtpionier Pilâtre de Rozier
kam bereits 1785, zusammen mit seinem Mitfahrer sein Mitfahrer Pierre Romain, bei einem Gondelabsturz ums Leben. Sie waren die ersten Todesopfer der Luftfahrt. KehlmannPilâtre de Rozier
Der vierzehnjährige Gauss wurde im Juni 1791 dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig bekannt gemacht (S. 61). Laut Kehlmann kam kurz darauf Pilâtre de Rozier in die Stadt (S. 63).
Louis Daguerre
arbeitete seit den 1820-er Jahren mehr oder weniger erfolglos mit der Lochkamera. Das Verfahren der Daguerreotypie entwickelte er zwischen 1835 und 1839.  Von Gauss gibt es ein erstes Bild aus 1855 auf dem Totenbett, von Alexander von Humboldt gibt es eine Fotografie von 1847. Dass Daguerre die beiden schon 1826 in Berlin ablichtete ist pure Fantasie.
"... wer glaubt, hier etwas über Alexander von Humboldt, den berühmten Südamerika-Reisenden, und Carl Friedrich Gauß, den großen Mathematiker, zu erfahren, der sollte sich in Acht nehmen" (Wolfgang Griep, Daniel Rezensionen).
Die schlimmsten Unstimmigkeiten, ja Ungerechtigkeiten, leistet sich Kehlmann aber in der flachen, einseitigen Darstellung von Gauss und Humboldt, aber auch vom alten Kant und Wilhelm von Humboldt.
Carl F. Gauss war nicht weltfremd, zahlenfixiert, seiner Familie abhold. Am Totenbett seiner ersten Frau Johanna versucht sich der Kehlmann-Gauss "an den Gedanken zu gewöhnen, daß er wieder heiraten mußte" (S. 161). Seine Briefe sagen etwas völlig anderes. Er war zu konservativ und gediegen als dass er Goethe in der Theaterloge als "Esel" bezeichnet hätte.
Alexander von Humboldt war nicht vermessungswild, arbeitswütig und nur den Naturwissenschaften zugetan.
Wolfgang Griep schlägt für des Autors fiktive Charaktere daher andere Namen vor, etwa Alexander von Humbug und Carl Friedrich Graus.
"Brandenburg's Humboldt Society, meanwhile, has complained that Kehlmann has shown insufficient reverence to Humboldt, one of Germany's greatest scientists."
Luke Harding: "Unlikely bestseller heralds the return of lightness and humour to German literature". The Guardian, July 19 2006, Daniel Rezensionen
Immanuel Kant wird beim (nie stattgefundenen) Besuch von Gauss in Königsberg noch schrulliger als der Mathematiker dargestellt (S. 95-97). Kant hat dies nicht verdient.
• Die Reise im Oktober 1809 von Gauss und Bessel nach Weimar hat wahrscheinlich nie stattgefunden. Angeblich fahren sie "vier quälende Tage" (S. 157) zu einem Theaterbesuch! Dabei treffen sie auf Wilhelm von Humboldt, der angeblich nicht wusste, dass Gauss Mathematiker sei (S. 159). Die 1801 erschienenen Disquisitiones Arithmeticae hatten Gauss berühmt gemacht. Ein Weltgeist wie Wilhelm von Humboldt kannte sie. Zudem war W.v.Humboldt seit Februar 1809 Sektionschef für Kultus und Unterricht in Berlin, also wahrscheinlich nicht in Weimar.
Historischer Roman?
Kehlmann selbst verneint dies in einem Interview "das ganze Buch gibt sich im Ton als sachliches historisches Werk, ist jedoch im Grunde nichts weniger als das" (Roland G. Holtforth, Daniel Rezensionen). Er lehnt diesen Begriff ab und nennt es "einen Gegenwartsroman, der in der Vergangenheit spielt", siehe: Interview: „Ich wollte schreiben wie ein verrückt gewordener Historiker“ (Daniel Links).
Rezeption
Die Vermessung der Welt wurde ein Riesenerfolg für den Autor. Doch nicht nur das Lesepublikum war begeistert, auch die Jury zum Deutschen Buchpreis und zahlreiche andere Kritiker. Der Roman kam in die Shortliste zum Deutschen Buchpreis 2005, es gewann aber Arno Geiger: Es geht uns gut (Daniel Rezension). Der eigentliche Renner bei den Lesern und bei der Kritik wurde aber die Vermessung.
Arno Geiger: Es geht uns gut 150.000 verkaufte Exemplare, in 8 Sprachen übersetzt. Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt 700.000 Exemplare, 20 Sprachen.
Cornelia Niedermeier in "Der Standard", Printausgabe, 3.10.2006
Inzwischen wurden 1,15 Mio. Exemplare allein auf Deutsch verkauft (KehlmannFABULÖSER ERFOLG: Der Roman und sein Autor) und es wurde in 39 Sprachen übersetzt.
Bei Perlentaucher (Daniel Links) werden Besprechungen aus sechs grossen Tageszeitungen besprochen, von denen fünf begeistert scheinen. Lediglich der Rezensent Hubert Winkels vom DLF hat in der Zeit einige Einwände. Ihm fehlte der Kehlmannsche Hintergründige, den ich auch aus Mahlers Zeit (Daniel Links) kenne.
Daniel Kehlmann selbst kann es sich nicht erklären, "wie ein dezidiert literarisches Buch voll von historischen und literarischen Anspielungen und mit in indirekter Rede geschriebenen Dialogen zwanzig Wochen lang Platz eins der „Spiegel“-Bestsellerliste belegen kann", Interview: "Am liebsten würde ich das Buch in die Ecke schmeißen" (Daniel Links).
Die Vermessung der Welt wurde auch zum Wissenschaftsbuch des Jahres 2005 in der Kategorie "Unterhaltung" gekürt, bei KehlmannSpektrum direkt.
Der österreichische Bestseller-Autor Daniel Kehlmann erhält den Thomas-Mann-Preis 2008.
Die Vermessung der Welt ist unbedingt lesenswert. Kehlmann wirft das Licht auf einen Höhepunkt deutschen Geistesleben. Dabei streut er viele Bezüge für den kundigen Literaten und Wissenschaftshistoriker. Doch auch ohne die alle aufzuspüren, ist es ein Lesegenuss, wenn man von den nervenden indirekten Reden absieht. Gefährlich wird das Buch, wenn man es nicht als Roman liest, sondern meint, etwa Fundiertes über Gauss und Alexander von Humboldt zu erfahren. Da wäre man auf Glatteis und man möge vorher die Eislaufode von Klopstock lesen.
Dass viele Die Vermessung der Welt sowohl als eine Würdigung der Leistung der beiden Gelehrten lesen (was gerade noch angehen mag), aber auch als eine verlässliche Charakterisierung (und damit ist man – wie mehrfach belegt und betont – auf dem Holzweg) zeigt die folgenden Abschlusssätze aus einer Rezension:
"Obwohl die von Gauß und Humboldt geleistete wissenschaftliche Arbeit im Mittelpunkt steht, bleibt der junge Autor (*1975) die Darstellung zweier höchst eigenwilliger Charaktere dennoch nicht schuldig. Unbedingt lesenswert!" KehlmannKirsten Sturm für Borromäus.
Richtig, doch die Charakterisierung trifft daneben. Trotzdem meine auch ich:  lesenswert!
Daniel Anfang
Vergleichsliteratur
Ken Alder: The Measure of All Things (2002) [deutsch: Das Mass der Welt. Die Suche nach dem Urmeter, 2003]
Matthias Gerwald: Die Entdecker. Historischer Roman über Alexander von Humboldt (2001)
Owen Gingerich: The Book Nobody Read (2004)
Gert Hofmann: Die kleine Stechardin (1994) – Georg Christoph Lichtenberg
Klaas Huizing: Das Ding an sich. Eine unerhörte Begebenheit aus dem Leben Immanuel Kants (1998) – Johann Georg Hamann
Lisa Jardine: The Curious Life of Robert Hooke. The Man Who Measured London (2004)
Leonard Mlodinow: Euclid's Window [deutsch: Das Fenster zum Universum - Eine kleine Geschichte der Geometrie]
Sten Nadolny: Entdeckung der Langsamkeit (1983) – Daniel Rezension
Thomas Pynchon: Mason and Dixon (1997) [deutsch: Mason & Dixon, 1999]
Christoph Ransmayr: Letzte Welt (1988)
Bernhard Setzwein: Nicht kalt genug (2000) – Friedrich Nietzsche
Dava Sobel: Longitude (1995) [deutsch: Längengrad, 1996]
Patrick Süskind: Parfum (1985) – Daniel Rezension
Links
KehlmannCarl Friedrich Gauß (Wikipedia) – KehlmannGenie GaussKehlmannDisquisitiones Arithmeticae
KehlmannAlexander von Humboldt (Wikipedia) – KehlmannAlexander von Humboldt Portal
Daniel Kehlmann
KehlmannDaniel KehlmannKehlmannWikipedia
Daniel Daniel Kehlmann: Mahlers Zeit
KehlmannWalter Grond: „Wie ein verrückter Historiker“. Volltext, 31.8.2005
KehlmannKleist Preis 2006 an Daniel Kehlmann
Kehlmann„Ich wollte schreiben wie ein verrückt gewordener Historiker“, Felicitas von Lovenberg, FAZ 9.2.2006, 34 S. 41
Kehlmann"Am liebsten würde ich das Buch in die Ecke schmeißen", Wolfgang Paterno für profil.at 21 (2007)
Daniel Deutsche Leitkultur
KehlmannLudwig M. Eichinger: "Das rechte Maß. Daniel Kehlmann „Vermessung der Welt“ als ein Beispiel zeitgemäßer Schriftlichkeit". Eröffnungsvortrag zur Tagung La giovane germanistica italiana, Università di Pisa, 25.-26. September 2006 (pdf)
Kehlmann„Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn
KehlmannFriedrich Gottlieb Klopstock: "Der Eislauf"
Daniel Hubert Mania: Gauß. Eine Biographie
Daniel Adolf Meyer-Abich: Alexander von Humboldt in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten
KehlmannNeptunismus – KehlmannPlutonismus/Vulkanismus
KehlmannShortliste Deutscher Buchpreis 2005
KehlmannWilhelm Weber
KehlmannWELT-Literaturpreis geht an Daniel Kehlmann (2007)
KehlmannAbraham Gottlob Werner
Daniel Zitate von Carl Friedrich Gauß
Daniel Zitate von Wilhelm von Ockham
KehlmannZwerge auf den Schultern von Riesen
Rezensionen
KehlmannWolfgang Griep: "Der Kehlmann-Kanal", ZEIT online
KehlmannLuke Harding: "Unlikely bestseller heralds the return of lightness and humour to German literature". The Guardian July 19 2006
KehlmannAndré Hille: "Zwei Biografien in einem Roman. Daniel Kehlmann schreibt mit »Die Vermessung der Welt« einen Abenteuerroman für Erwachsene". literaturkritik.de 12, 2005
Roland Große Holtforth: "Das 18. Jahrhundert war eine tolle Zeit", KehlmannLiteraturtest / Kehlmannamazon
KehlmannDrei Rezensionen bei lyrikwelt.de – Markus Thiel, Münchner Merkur, 20.9.2005 – Martin Lüdtke, Frankfurter Rundschau, 28.9.2005, – Helmut Gollner, Rezensionen-online Literatur und Kritik, 2005
KehlmannPerlentaucher
Kehlmann"Prise Tiefsinn, Messerspitze Schwachsinn"
KehlmannChristine Rigler auf literaturhaus.at, 9. Jänner 2006
KehlmannWinfried Scharlau (pdf)
KehlmannWolfram Schütte: "Mit hochgezogener Augenbraue", Titel Magazin, 6. März 2006
KehlmannAnne-Catherine Simon: "Kehlmann: „Schreibst du a was Österreichisches?“", Die Presse, 28.1.2008
KehlmannPeter Voß im Gespräch mit Daniel Kehlmann, SWR, 3sat 3.2.2006
KehlmannUwe Wittstock: "Daniel Kehlmann und die Risse in der Realität", Die Welt 16. Dezember 2006
KehlmannDieter Wunderlich: Buch- und Filmtipps
Daniel Anfang
Literatur
Caroline Ash (2007): "Fiction and Exploration: The World Measurers". Science 317:5837 S. 454b-455b
Anna Echterhölter (2006): "Schöner berichten. Alexander von Humboldt, Hubert Fichte
und Daniel Kehlmann in Venezuela". Kultur & Gespenster 1. Kehlmannonline (pdf)
Manfred Mittermayer (2007): "Vom Gehen und vom Reisen. Über die beiden Romane ”Die Vermessung der Welt” (Daniel Kehlmann) und ”Der fliegende Berg” (Christoph Ransmayer)". Ausblicke. Zeitschrift für Österreichische Kultur und Sprache 25. S. 36-37. Kehlmann online (pdf)
Simon Naylor (2008): "Historical Geography: Geographies and Historiographies". Progress in Human Geography 32:2. S. 265-274 (nutzt Kehlmanns Vermessung hauptsächlich als Einstieg)
Kathryn M. Olesko (2007): "The World We Have Lost. History as Art". Isis 98. S. 760–768.
Kehlmannonline (pdf)
Frans Oort (2008): "Measuring the World". Book Review. Notices of the American Mathematical Society, 55:6 (2008). S. 681-684. KehlmannOnline (pdf)
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Kehlmann KehlmannDaniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt. Reinbek: Rowohlt, 2008. Taschenbuch, 304 Seiten Kehlmann
Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt. Reinbek: Rowohlt, 2005. Gebunden, 304 Seiten Kehlmann
Kehlmann KehlmannHeinz Ludwig Arnold, Hg.: Daniel Kehlmann. Text+Kritik 177. München: edition text + kritik 2008. Broschiert, 91 Seiten Kehlmann
Gunther Nickel, Hg.: Daniel Kehlmanns "Die Vermessung der Welt": Materialien, Dokumente, Interpretationen. Reinbek: Rowohlt, 2008. Taschenbuch, 224 SeitenKehlmann
Kehlmann KehlmannDaniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt. Universal 2008. 5 Audio CDs. Gelesen von Ulrich Matthes
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