| Horst Wolfram Geissler.
Die Frau, die man liebt Zürich: Sanssouci 1959. 300 Seiten |
| Startet wie ein typischer
Geissler-Roman: Stadtmenschen im Vergleich zu zurückgezogenen
Herrschaften, die oft ein schwerer Schicksalsschlag erwischt hat. So auch hier.
Doch diese Melange wird diesmal erheblich aufgelockert, durch einen Seefahrer-
und Schauerroman, den Richard Avery innerhalb des Romans erzählt. Es geht
um ein Buddha-Rubin, dem Schiff Mahayana (eine frühere Fassung des Romans
lief unter Das Schiff Mahayana) und zahlreichen Abenteuer der Vorfahren
des Erzählers, bis dieser Handlungsstrang geschickt in den eingangs
genannten Haupterzählstrang mündet. So gewinnt der leichte
Beziehungsroman doch erheblich an Farbe. Ein "Muß" wird er deshalb aber
keineswegs. Die Familienstory der Avery durch die Jahrhunderte hat verblüffende Ähnlichkeit mit dem Abenteuerroman |