| Wilhelm
Jensen: Gradiva. Ein pompejanisches Phantasiestück In: Der Wahn und die Träume in W. Jensens "Gradiva". Frankfurt am Main: Fischer, 1995. S. 128-216 |
| Dem
Archäologen Norbert Hanold fällt bei einem Rombesuch ein Reliefbild
auf. |
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| Zuhause in
Deutschland gelingt es ihm davon einen Gipsabdruck zu kaufen. Er tauft
die darauf abgebildete Dame "Gradiva", auf den eigentümlichen Schritt
der Dame hinweisend. Mit der Zeit verliebt, ja vernarrt er sich in das
Bild, meint die Dame in Wirklichkeit zu sehen und fährt – mehr gezogen
als freiwillig – nach Pompeji um nach ihr zu suchen. Er hat Gradiva in
seinen Überlegungen und Träumen nach dem Ort am Fusse des Vesuvs
versetzt. Dort trifft er tatsächlich (oder geträumt?) die junge,
zweitausend Jahre alte Dame. Zunächst denkt man wohl an Pygmalion von George Bernard Shaw, das aber erst zehn Jahre später auf die Bühne kam. Gemeinsame Quelle sind wohl die Metamorphosen Ovids. Dort schaffte ein König eine Statue, nennt sie Galatea genannt und verliebt sich in sie. |
| Dieser Stoff
ist ein beliebtes Motiv der Literatur, man siehe: Richard Powers: Galatea
2.2 ( Sigmund Freud hat Gradiva eingehend untersucht. Zur Entstehung der Erzählung findet sich daher einiges in: Sigmund Freud, Wilhelm Jensen, Bernd Urban, Hg. Der Wahn und die Träume in W. Jensens ' Gradiva'. Dazu ein Wieder (siehe Was mich Wilhelm Jensen nicht mehr den Romantikern (trotz Romreise, Suche nach dem Ideal, zahlreichen Träumen) zuordnen läßt, ist, daß er surreale Begebenheiten übergangslos gegen reale setzt, diese aber oft rational begründet.
Besonders mit den Randbemerkungen Freuds ist Gradiva auch heute noch lesenswert. |
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| Links | |
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| Literatur |
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| Sigmund Freud,
Wilhelm Jensen, Bernd Urban, Hg. Der Wahn und die Träume in
W. Jensens ' Gradiva'. Frankfurt am Main: Fischer, 1995.
Broschiert, 223 Seiten |
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