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Wilhelm Hauff
Wilhelm Hauff: Morgenrot, Morgenrot, leuchtest mir zum frühen Tod?
1824; als "Reiters Morgenlied bekannt" – Wilhelm Hauff
Morgenrot, Morgenrot,
Leuchtest mir zum frühen Tod?
|: Bald wird die Trompete blasen,
Dann muß ich mein Leben lassen,
Ich und mancher Kamerad! :|

Kaum gedacht, kaum gedacht,
Wird der Lust ein End gemacht!
|: Gestern noch auf stolzen Rossen,
Heute durch die Brust geschossen,
Morgen in das kühle Grab! :|

Ach wie bald, ach wie bald,
Schwindet Schönheit und Gestalt!
|: Strahlst du gleich mit deinen Wangen,
Die wie Milch und Purpur prangen,
Ach, die Rosen welken all! :|

Darum still, darum still
Füg ich mich, wie Gott es will.
|: Nun, so will ich wacker streiten,
Und sollt ich den Tod erleiden,
Stirbt ein braver Reitersmann! :|
1824 von Wilhelm Hauff nach traditioneller Vorlage gedichtet; vertont von Friedrich Silcher, 27.6.1789 in Schnait im Remstal (Württemberg) – 26.8.1860 in Tübingen (silcherFriedrich Silcher),
zitiert in voss Richard Voß: Eine Frau vom Lande.

Wilhelm Hauff
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 16.7.2004