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Lehnerer
Barbara Lehnerer: Der Klang der Farben
München: Dtv, 2003. Broschiert, 126 Seiten – Lehnerer LinksLehnerer Literatur
Am 1. März 2007 wurde die Autorin Barbara Lehnerer im BR alpha Forum interviewt (Lehnerer Links). Dabei wirkte sie so sympathisch und überzeugend, dass ich gleich ein Buch von ihr lesen mußte.
Die 14-jährige Marie verliebt sich in Lukas, den Trompeter aus dem Schulorchester. Der scheint nicht abgeneigt. Doch Kim, die neue Klassenkameradin, erregt Maries Eifersucht. Am Ende stellt die vaterlose Marie fest, dass auch Kim ein Vaterproblem hat.
In hervorragend angepasster Sprache (so die Stimmen zum Buch von Schüler/innen und mein eigener Eindruck) wird eine moderne Jugendsituation und - entwicklung dargelegt. Die gute Charakterisierung der Personen geht bis in Nebenfiguren. Köstlich die lakonische Lisa, die jüngere Schwester Maries.
Ist die Sprache auch angepasst so scheut sich die Autorin nicht, einen Spruch von Novalis als Motto mitzugeben; die blaue Blume der Romatik zu erwähnen; das Buch mit der genialen Frage Maries an die Buchhändlerin: "Habt ihr schöne neue Bücher?" enden zu lassen. Gleich setzt man sich aufs Fahrrad und überprüft das in der eigenen Buchhandlung buch.
Der Titel Der Klang der Farben erinnert an Der Klang der Zeit (Lehnerer Rezension). Schon seit urdenklichen Zeiten wird Klang mit Farben verbunden.
"Die Farbe ist die Taste. Das Auge ist der Hammer. Die Seele ist das Klavier mit vielen Saiten. Der Künstler ist die Hand, die durch diese oder jene Taste zweckmäßig die menschliche Seele in Vibration bringt."
Wassily Kandinsky: "Über das Geistige in der Kunst", 1910, veröffentlicht 1911, Neuauflagen 1912
Das vorangestellte Motto schlägt gleich den romantischen Ton an. Ergänzt lautet es:
"Was man liebt, findet man überall, und sieht überall Ähnlichkeiten. Je größer die Liebe, desto weiter und mannigfaltiger diese ähnliche Welt."
Novalis: "Glauben und Liebe", 1798
Kein Leser muss aber zum Verständnis des kurzen Romans etwas von der Romantik oder gar Novalis wissen; vielleicht will sie/er ja aufgrund der Lektüre das ausforschen.
Einfacher, kurzer Jugendroman, dem man seine Vielschichtigkeit und gute Konstruktion nicht gleich ansieht. Und so soll's ja sein. Sehr empfehlenwert.
Barbara Lehnerer, * 1955 in Hannover, studierte Germanistik, Anglistik, Pädagogik, Psychologie und literarisches Übersetzen. Sie arbeitete als Lehrerin und lebt heute als Autorin und Übersetzerin aus dem Englischen mit ihren beiden Töchtern in München.
Für ihr erstes Jugendbuch Der Klang der Farben erhielt Barbara Lehnerer das Münchner Literaturstipendium.
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Links
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Literatur
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Lehnerer LehnererBarbara Lehnerer: Der Klang der Farben. München: Dtv, 2003. Broschiert, 126 Seiten
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 7.03.2007