| E. T. A. Hoffmann: Das Fräulein von Scuderi.
Erzählung aus dem Zeitalter Ludwigs des
Vierzehnten In: Sämtliche poetische Werke. Zweiter Band. Augsburg: Bechtermünz, 1998. S. 628-687. Autor Links Zitate |
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Im Jahre 1680 werden in Paris
häufig Leute überfallen und ihres Schmuckes beraubt, den sie kurz
zuvor bei Cardillac, einem begnadeten Juwelier, anfertigen ließen.
Betroffen sind auch Fremdgänger, die ihren Kurtisanen wertvolle Geschenke
mitbringen. Daher ist Diskretion bei der Aufklärung der
Überfälle angebracht. König Ludwig XIV. fragt die
73-jährige Mademoiselle de Scudéri nach ihrer Meinung. Die
poetische Dame antwortet mit dem Vers:
Weiteres verrate ich nicht, da die Erzählung durchaus lesenswert ist. Hoffmann komponiert die Handlung virtuos. Die Spannung wird hoch gehalten und es gibt überraschende Wendungen. Allerdings wurde mir am Ende der Einfluß der Scudéri nicht deutlich. |
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E. T. A. Hoffmann stellt das Thema des
Triebmörders und wie er dazu wird (Schicksal? früheste
Einflüsse?) zur Diskussion. Dem Täter geht es weder um Sex noch ums
reine Geld.
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| Entstehung Das Fräulein von Scuderi erschien 1818 in einem Almanach, Frankfurt am Main. Die Idee faßte Hoffmann beim Lesen einer Anekdote in Johann Christoph Wagenseil: Chronik von Nürnberg (1697). Später gliederte Hoffmann diese Erzählung in Die Serapionsbrüder, 1819, ein. Vertonung durch Paul Hindemith zur Oper Cardillac, Uraufführung Dresden 1926. |
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