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Siegfried von Vegesack
Siegfried von Vegesack
20. März 1888 Gut Blumbergshof, Livland – 26. Januar 1974 Burg Weißenstein bei Regen;
Schriftsteller, Übersetzer

Schulzeit in Riga
Studium der Geschichte im Ersten Weltkrieg
Journalist, dann Übersetzer, Schriftsteller
1918 nach dem Verlust seiner Heimat fand Vegesack auf Burg Weißenstein eine ständige Bleibe;
wandte sich schon 1920 in der Weltbühne gegen antisemitische Tendenzen
1933 in "Schutzhaft" genommen, Emigration nach Schweden
1936 – 1938 Aufenthalt in Südamerika
Rückkehr nach Deutschland
1941 – 1944 Wehrmachtsdolmetscher in Rußland
1945 freier Schriftsteller, ansässig auf Burg Weißenstein bei Regen
mehrere Reisen nach Südamerika, Reisebücher
"Allem Niedrigen und Niederträchtigen zum Trotz glaube ich an das Gute im Menschen, an seine Bestimmung, an den Sinn und den Wert dessen, was das Leben lebenswert macht: an Tapferkeit, Ritterlichkeit, Duldsamkeit, Treue und Lauterkeit der Gesinnung, an die große, den ganzen Erdball umspannende Kameradschaft und Brüderlichkeit aller, die guten Willens sind!"
Siegfried von Vegesack, 1963 zur Verleihung des Ostdeutschen Literaturpreises
Die Burgruine Weißenstein wurde wahrscheinlich um 1100 durch die Grafen von Bogen erbaut. Nach dem Tod der letzten Bogener Grafen fiel die Burg bis 1308 in den Besitz der Bayernherzöge und bis zu deren Aussterben 1602 in die Hand der Geschlechter der Degenberger. Zur Burganlage gehört auch ein mittelalterlicher Torturm, den seinerzeit der aus Livland stammende Literat Siegfried von Vegesack (1888-1974) und seine schwedische Dichtersgattin Clara Nordström (1886-1962) bewohnten und dort über 80 literarische Werke, darunter Romane wie das Fressende Haus, Essays, Gedichte, Schauspiele sowie Übersetzungen aus dem Schwedischen und Russischen verfaßten.
Heute stehen noch Burgturm und Teile der Zwingmauer; romantische Felslage, weite Aussicht.
vegesackSiegfried-von-Vegesack-Realschule
Siegfried von Vegesack ist angemessen im Band 5 der Bayerischen Bibliothek vertreten:
Gedichte
• Wolken, Wind und Wälder weit – Nepomuk auf der Brücke – Sonntag im Marktflecken – Kirchweih – Dorf im Bayerischen Wald
[Totenbrett]
Auszug aus Das fressende Haus
Pörnbacher, Karl, Hg.: Die Literatur im 20. Jahrhundert. Ausgewählt und eingeleitet von Karl Pörnbacher. München: Süddeutscher, 1981. S. 1018-1026
Links
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 27.7.2005