| Siegfried von Vegesack: Der Waldprophet Mühlhiasl. Das
Dorf am Pfahl. Flucht in die Wälder. Geschichten aus dem bayerischen
Wald Grafenau: Morsak, 2000. 96 Seiten |
| Der
Waldprophet Mühlhiasl. S. 9-41 Der Waldprophet Mühlhiasl war zunächst ein Viehhüter aus dem Vorgebirge des Bayerischen Waldes. Dann zog er mit seinen merkwürdigen, unverständlichen Weissagungen durch die Waldberge. Vegesack schildert hier dessen Begegnungen mit Mönchen des Prämonstratenser-Klosters Windberg. Sie bieten ihm einen sicheren Klosterposten an, wenn er darauf verzichtet, seine Prophezeiungen weiter zu verbreiten. Nachdem man lange genug gewartet hat, erfüllte sich im Laufe der Jahrzehnte die eine oder andere Prophezeiung. So hat der Mühlhiasl immer noch einen sagenhaften Ruf. Weitere Bücher zum Mühlhiasl, siehe unter |
| Das Dorf am Pfahl. S. 43-68 Der sogenannte Pfahl ist ein Quarzbruch, der sich durch den Bayerischen Wald zieht. An ihm liegt ein armseliges Dorf. Die Bewohner erwirtschaften ihr Dasein vom Pfahl (Quarzabbau) und karger Landwirtschaft. Da wird der Pfahl zum Naturschutzgebiet erklärt und der Raith-Michl muß sich was einfallen lassen. Vegesack erzählt dies betont aber unaufgeregt. Dem Leser wird einiges klar (denke ich). Am Ende gibt es noch einen dramatischen Knall. |
| Flucht in die
Wälder. S. 69-95 Siegfried von Vegesack komponiert hier eigene Erlebnisse zu einer eindrucksvollen Geschichte über das Verlassen der Heimat, über das Gehen und Kommen. Als Hintergrund schwebt immer seine eigene verlassene Heimat mit. Der geflüchtete Böhme kann vom bayerischen Lusen in seine Heimat blicken; Vegesack kann es nicht. Trotzdem fühlt man und freut sich mit dem Autor, daß er sich so scheinbar umfassend in die Wälder des bayerischen Waldes nahe dem Lusen eingelebt hat. Er bringt uns diese waldreiche Berglandschaft genußreich nahe. |
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| Auf dem Weg zum Lusen
(1977)
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