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Johann Wolfgang Goethe
Johann Wolfgang Goethe: "Weite Welt und breites Leben"
28.8.1749 Frankfurt am Main – 22.3.1832 Weimar; Zitate von Goethe
Parabase
Freudig war vor vielen Jahren,
Eifrig so der Geist bestrebt,
Zu erforschen, zu erfahren,
Wie Natur im Schaffen lebt.
Und es ist das ewig Eine,
Das sich vielfach offenbart;
Klein das Große, groß das Kleine,
Alles nach der eignen Art,
Immer wechselnd, fest sich haltend;
So gestaltend, umgestaltend –
Zum Erstaunen bin ich da.
Einleitungsspruch 1820; zunächst ohne Überschrift.
Weite Welt und breites Leben,
Langer Jahre redlich Streben,
Stets geforscht und stets gegründet,
Nie geschlossen, oft geründet,
Ältestes bewahrt mit Treue,
Freundlich aufgefasstes Neue,
Heitern Sinn und reine Zwecke:
Nun! man kommt wohl eine Strecke.
Aus: Sprüche VI. Jena, Mai 1817. Vorspruch zur Gedichtgruppe Gott und Welt, 1827.
Vertont von Kurt Thomas (1904-1973) "Weite Welt und breites Leben", Cantata
[gegen teleologische Weltbetrachtung]
Wie? Wann? und Wo?— Die Götter bleiben stumm!
Du halte dich ans Weil und frage nicht Warum?
Aus der Sprüchegruppe Gott, Gemüt und Welt, 1815
"Die Ansicht, daß jedes Geschöpf um sein selbst willen existiert und nicht etwa der Korkbaum gewachsen ist, damit wir unsere Flaschen pfropfen können, dieses hatte Kant mit mir gemein."
Goethe zu Eckermann, 11.4.1827

Johann Wolfgang Goethe
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