| Heinrich Heine: "Das Meer erglänzte weit
hinaus" 13.12.1797 Düsseldorf 17.2.1856 Paris |
| Das Meer erglänzte weit hinaus,
im letzten Abendscheine; Wir saßen am einsamen Fischerhaus, Wir saßen stumm und alleine. Der Nebel stieg, das Wasser schwoll, Die Möwe flog hin und wider; [auch "wieder" ist zu finden] Aus deinen Augen, liebevoll, Fielen die Tränen nieder. Ich sah sie fallen auf deine Hand, Und bin aufs Knie gesunken; Ich hab von deiner weißen Hand Die Tränen fortgetrunken. Seit jener Stunde verzehrt sich mein Leib, Die Seele stirbt vor Sehnen; Mich hat das unglückselge Weib Vergiftet mit ihren Tränen. |
| Zum ersten Mal fiel
mir das Buch bei der Lektüre von Eduard von Keyserlings Dumala auf.
Zum zweiten Mal, als ich Gottfried Kellers "Winternacht" (siehe
Keller: Ich vergeß das dunkle Antlitz nie, Immer, immer liegt es mir im Sinn! Heine: Seit jener Stunde verzehrt sich mein Leib, Die Seele stirbt vor Sehnen |
Heinrich
Heine, 1825, vertont von (siehe Franz Schubert "Am Meer", 1828 |
| Interpretation Kruse, Joseph Anton. In: Frankfurter Anthologie Bd.11, 1988. S. 123-126. |
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