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Cynthia Kadohata: Kira-Kira
[Kira-Kira, Uwe-Michael Gutzschhahn, Übs.] New York: Aladdin, 2006. Taschenbuch, 244 Seiten –
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Ein japanische Familie mit zwei Töchtern, Lynn und Katie, kommt in den 50-er Jahren des vorigen Jahrhunderts in Iowa nicht zurecht und zieht zum Onkel nach Georgia. Dort ist die Ausgrenzung eher noch stärker.
Katie, die Ich-Erzählerin, klammert sich an die Schwester Lynn. Die Eltern könne nur bedingt Halt geben, da sie bis zur Erschöpfung in Geflügelzuchtfabriken arbeiten. In kurzen Szenen und mit wenigen Umstände zeichnet die Erzählerin eine brutale Arbeitswelt. Die Mutter beispielsweise darf während der Arbeit nicht aufs Klo, sie trägt eine Windel. Ähnlich rabiat geht es heute in anderen Länder zu, man lese Kadohata Carolin Emcke: Von den Kriegen. Briefe an Freunde.
Die beiden Kinder erträumen sich ihre Welt und finden die vorhandene meist wunderbar, wenn nur die Dinge "kira-kira" sind, wenn sie glänzen. Lynn tut sich leicht in der Schule, Katie steht in ihrem Schatten. Lynn spielt auch glänzend Schach.
In Georgia kommt noch ein Bruder dazu und Lynn wird krank.
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Kira-Kira ist für 9-15-jährige gedacht. Idealsierungen und Vereinfachungen sind daher zu akzeptieren. So gewinnt Lynn, kaum hat ihr der Vater die Regeln erklärt, die erste Schachpartie gegen ihn (S. 6). Ihren Onkel schlägt sie auch locker (S. 14-15); schon eher glaubwürdig.
Kadohata schreibt einfühlsam und humorvoll. Katie legt sie die folgenden Überlegungen zur Schule in den Gedankenstrom: "I didn't understand the point of school. You sat in a chair all day and read words and added numbers and followed directions. You weren't allowed to chew gum. You weren't allowed to write notes—not that I had anybody to write notes to. But, still. And you weren't allowed to talk unless you knew the answers to the teacher's questions." (S. 64–65)
Es kann leicht sein, dass der Leser von Kira-Kira zum Vegetarier wird oder zumindest keine Hendl mehr essen will. Deshalb hier einige aktuelle Romane mit der Massenware Hendl:
• Wolf Haas: Der Knochenmannhaas Rezension
• Marina Lewycka: Caravan [Two Caravans, engl. – Strawberry Fields, US-amerik.]
Der Erzählton ist frisch, frei und melancholisch. Trotz der traurigen Umstände läßt die Lektüre den Leser / die Leserin nicht traurig zurück. Sehr empfehlenswert.
Cynthia Kadohata
ist selbst väterlicherseits japanischstämmig. * 1956 Chicago
Sie zog – wie die Familie im Buch – nach Georgia.
Kadohata studierte Journalismus in Kalifornien; sie schreibt seit 1982 für Erwachsene und Kinder. Sie lebt als freie Autorin mit ihrem Adoptivsohn in Los Angeles.
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kadohata KadohataCynthia Kadohata: Kira-Kira. New York: Aladdin, 2006. Taschenbuch, 244 Seiten kadohata
Cynthia Kadohata: Kira-Kira. Gerstenberg 2007. Gebunden, 220 Seiten. Uwe-Michael Gutzschhahn, Übs.Kadohata
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 22.1.2008