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Breutigam
Martin Breutigam:
Todesküsse am Brett. 140 Rätsel und Geschichten der Schachgenies von heute

Göttingen: Die Werkstatt, 2010. Broschiert, 160 Seiten – Martin LinksMartin Literatur
Der Titel läßt kurze Krimis um Verrat und Betrug vermuten. Und das stimmt. Zumindest für Schachfreunde. Nach jeder der 140 kurzen anregenden Geschichten wird jemand auf dem Brett ganz gehörig abgemurkst.
Zeitgenössische Episoden leiten die 140 Schachdramen ein. Die Jahre 2006 bis 2010 sind jeweils vermerkt und zeigen die Aktualität. Insofern stimmt das mit den "Schachgenies von heute" im Untertitel. Allerdings beschränkt Breutigam die Auswahl der Partiestellungen nicht nur auf die aktuelle Meistergeneration und die Turniere des letzten Jahrzehnts. Da kommen schon mal Bobby Fischer und Alexander Aljechin zum Zuge.
Die Schwierigkeiten der Partiestellung unmittelbar vorm Todeskuss sind unterschiedlich, doch meist nach der einführenden Geschichte leicht zu lösen. Erstaunlich, dass mit all den modernen Medien immer noch Verbesserungen zu finden sind. So hätte Peng Xiaomin einen Zug schneller mit 4. – f6 matt setzen können (S. 93).
Für mich ist bei Schachaufgaben auf dem Papier auch das Layout der Diagramme wichtig. Das ist hier vorbildlich verwirklicht. Man klappt das Buch an irgendeiner Stelle auf und die Synapsen fangen an zu klicken.
Die Lösung zu jeder der Aufgaben findet man auf der jeweiligen Seite in umgedrehter, kleiner Schrift. Auch das eine ausgezeichnete Lösung.
Statt der zweiseitigen Notationseinführung (S. 159-160; wer die nötig hat, wird sich schwer tun) hätte ich mir ein Personenregister gewünscht.
Es mag in den letzten Jahren ähnliche Werke gegeben haben (ich hatte Schachpause und blieb nicht am Laufenden), vor Jahrzehnten gab es ähnliche Werke vor allem vom allgegenwärtigen Paul Tröger und manche der meist amüsanten Werke des nimmermüden Helmut Pfleger sind immer noch lieferbar, neue kamen hinzu, siehe Martin Literatur.
Ein rundum gelungenes Schachbuch für alle fortgeschrittenen Schachspieler. Alle Nicht-Schachspieler, die zu Geschenken für Schachler oft ratlos sind, haben hier die Lösung. Todesküsse am Brett ist ein ideales Geschenk für alle Schachspieler, die übers Turmdiplom hinaus sind.
Links
BreutigamMartin Breutigam (* 18. Juli 1965), ein deutscher Schachspieler und -journalist.
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Helmut Pfleger: Schachpuzzle-Buch. Amüsante Aufgaben, überraschende Lösungen aus 'Die Zeit'. Hildesheim: Olms, 2004. Broschiert, 128 Seiten Tröger
Tröger BreutigamPaul Tröger: Danke Partner, für Deinen Fehler. Schach, Matt, Patt, auch Meister können straucheln . Stuttgart: Kosmos, 1991. Broschiert, 96 Seiten Tröger
Paul Tröger: Von Böcken und dicken Hunden / Mein Schach-Lesebuch. Die prominentesten Dokumente zur Geschichte der Schachblindheit. Bamberg: Bamberger Schachverlag, 1984. Taschenbuch, 143 Seiten Tröger
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 14.12.2010