| Robert
Sheckley: Kurzgeschichten
|
|
| The Prize of Peril [deutsch: Der Tod spielt mit] | |
| Als ich "Der Tod spielt mit" Ende der
60-er Jahre zum ersten Mal las, fand ich die Story in sich stimmig aber
enorm abgefahren, wie so vieles in Sheckleys Kurzgeschichten. Wenn man sie heute wiederliest staunt man über die prophetischen Ideen des Autors. "Big Brother" ist ein schwacher Abklatsch (OK, ich sah es nie und urteile nur aus Berichten darüber). Jim Raeder hat sich über kleinere TV-Reality-Shows zu "the biggest of the thrill shows" (S. 239) The Prize of Peril hochgearbeitet. Jetzt geht es um sein Leben und viel Geld. Vordergründig geht es dem Autor um eine rasante Jagdgeschichte. Doch er läßt auch viel Kritik einfließen. Die Regierung hat durch ein eigenes Gesetz diese Art der TV-Show auf Leben und Tod ermöglicht. Psychologen sichern mit Tests, Juristen mit Formularen alles ab. Dabei ist es ähnlich wie früher bei Afro-Amerikaner, die nur im Sport oder der Musik berühmt und reich werden konnten. Raeder wird die Teilnahme so schmackhaft gemacht:
Als Kurzgeschichte sehr gut, als Vorausschau (Erstveröffentlichung 1958!) genial. Zitiert nach Is That What People Do? New York 1984 |
|
| Amélie
Nothomb – keine schlechte Autorin,
aber oft genau daneben: |
|
| Ersterscheinung
in The Magazine of Fantasy and Science Fiction, Mai
1958 Wiederabdruck in Store of Infinity, New York: Bantam, 1960 Is That What People Do? New York: Holt, Rinehart & Winston 1984. S. 230-247 Isaac Asimov & Martin H. Greenberg, Hg.: Isaac Asimov Presents the Great SF Stories: 20 (1958), 1990 The Collected Short Stories of Robert Sheckley Book Four, Pulphouse 1991. S. 230-247 Deutsch als "Der Tod spielt mit" in: Das geteilte Ich. Utopisch-technische Erzählungen. München: Goldmann, 1963. S. 57-78 |
|
| Verfilmungen | |
| Le prix du danger - 1983 - Regie: Yves Boisset | |
| Das Millionenspiel - 1970 - TV-Film, Regie: Tom Toelle; Drehbuch: Wolfgang Menge | |
| Links | |
| Literatur |
| The Seventh Victim |
| In der Kurzgeschichte "The Tenth Victim" bringt
Sheckley erstmals das Motiv der legalisierten Menschenjagd. "So murder was legalized, on a strictly individual basis, and only for those who wanted it" (S. 197). Der große Vorteil: wer töten will kann es in der Menge derer tun, die seiner Haltung sind. Wie so oft bei Sheckley kommt es mehrfach anders. Die erste Überraschung ist, dass sich der Jäger Stanton in sein zugeteiltes Opfer verknallt – statt sie abzuknallen Inzwischen haben wir "Big Brother" und ähnliche TV-Reality-Shows, die von Sheckleys Einfall nicht mehr weit entfernt sind. Gute Kurzgeschichte; prophetische Vorausschau von 1953 ins 21. Jahrhundert. |
| Vergleich mit The Tenth Victim – Das zehnte Opfer (Roman von Robert Sheckley) folgt. |
| Ersterscheinung
in Galaxy, April 1953 (Erstfassung) Wiederabdruck in den Kollektionen Untouched by Human Hands (1954) Is That What People Do? (1984) The Collected Short Stories of Robert Sheckley Book Four, Pulphouse 1991. S. 191-205 The Masque Of Mañana (2005) Deutsch als "Das siebte Opfer" in: Für Menschen ungeeignet. Bergisch-Gladbach: Bastei, 1982. S. 169-187 |
| Das Thema wurde auch im Krimi des
österreichischen Autors Heinrich Steinfest: Die
feine Nase der Lilli Steinbeck verarbeitet: siehe |
| Verfilmung |
| The Tenth Victim, 1966 Das zehnte Opfer mit Marcello Mastroianni, Ursula Andress, Elsa Martinelli |
| Literatur |