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Robert Sheckley: Kurzgeschichten
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sheckley The Prize of Perilsheckley The Seventh Victim
The Prize of Peril [deutsch: Der Tod spielt mit]
Als ich "Der Tod spielt mit" Ende der 60-er Jahre zum ersten Mal las, fand ich die Story in sich stimmig aber enorm abgefahren, wie so vieles in Sheckleys Kurzgeschichten.
Wenn man sie heute wiederliest staunt man über die prophetischen Ideen des Autors. "Big Brother" ist ein schwacher Abklatsch (OK, ich sah es nie und urteile nur aus Berichten darüber).
Jim Raeder hat sich über kleinere TV-Reality-Shows zu "the biggest of the thrill shows" (S. 239) The Prize of Peril hochgearbeitet. Jetzt geht es um sein Leben und viel Geld.
Vordergründig geht es dem Autor um eine rasante Jagdgeschichte. Doch er läßt auch viel Kritik einfließen. Die Regierung hat durch ein eigenes Gesetz diese Art der TV-Show auf Leben und Tod ermöglicht. Psychologen sichern mit Tests, Juristen mit Formularen alles ab. Dabei ist es ähnlich wie früher bei Afro-Amerikaner, die nur im Sport oder der Musik berühmt und reich werden konnten. Raeder wird die Teilnahme so schmackhaft gemacht:
"In the old days you had to be a professional boxer or footballer or hockey player if you wanted your brains beaten out legally for money. But now that opportunity is open to ordinary people like you, Jim."
"I see," Raeder said again.
"It's a marvelous opportunity. Take you. You're no better than anyone, Jim. Anything you can do, anyone can do. You're average." (S. 235)
Immer wieder betont der begleitende TV-Kommentator, dass Jim der durchschnittliche Bürger ist, dass jeder seine Rolle übernehmen kann; gemäß dem US-amerikanischen Bekenntnis: Jeder kann es schaffen!
Als Kurzgeschichte sehr gut, als Vorausschau (Erstveröffentlichung 1958!) genial.
Zitiert nach Is That What People Do? New York 1984
Amélie Nothomb – keine schlechte Autorin, aber oft genau daneben: sheckley Mit Staunen und Zittern – versuchte sich ebenfalls zum Thema. Sie verwob eine Konzentrationslagersituation mit der TV-Realität. Nach einer Besprechung im Büchermarkt, DLF 6.7.2007, gelang ihr das wenig originell. Das Buch siehe: sheckley Reality-Show.  
Ersterscheinung in The Magazine of Fantasy and Science Fiction, Mai 1958
Wiederabdruck in
Store of Infinity, New York: Bantam, 1960
Is That What People Do? New York: Holt, Rinehart & Winston 1984. S. 230-247
Isaac Asimov & Martin H. Greenberg, Hg.: Isaac Asimov Presents the Great SF Stories: 20 (1958), 1990
The Collected Short Stories of Robert Sheckley Book Four, Pulphouse 1991. S. 230-247
Deutsch als "Der Tod spielt mit" in: Das geteilte Ich. Utopisch-technische Erzählungen. München: Goldmann, 1963. S. 57-78
Verfilmungen
Le prix du danger - 1983 - Regie: Yves Boisset
Das Millionenspiel - 1970 - TV-Film, Regie: Tom Toelle; Drehbuch: Wolfgang Menge
Links
sheckleyJohn Kessel: "»The Prize of Peril,« by Robert Sheckley: An Appreciation"
sheckleyDas Millionenspiel
sheckleyDieter Wunderlich: Das Millionenspiel
sheckley"The Prize of Peril" online
Literatur
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ich sheckleyRobert Sheckley: Das geteilte Ich. München: Goldmann, 1963. Tony Westermayr, Übs. Broschiert, 187 Seiten nothomb
Amélie Nothomb: Reality-Show. Zürich: Diogenes, 2007. Brigitte Große, Übs. Gebunden, 169 Seitensheckley
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The Seventh Victim
In der Kurzgeschichte "The Tenth Victim" bringt Sheckley erstmals das Motiv der legalisierten Menschenjagd.
"So murder was legalized, on a strictly individual basis, and only for those who wanted it" (S. 197). Der große Vorteil: wer töten will kann es in der Menge derer tun, die seiner Haltung sind.
Wie so oft bei Sheckley kommt es mehrfach anders. Die erste Überraschung ist, dass sich der Jäger Stanton in sein zugeteiltes Opfer verknallt – statt sie abzuknallen victim.
Inzwischen haben wir "Big Brother" und ähnliche TV-Reality-Shows, die von Sheckleys Einfall nicht mehr weit entfernt sind.
Gute Kurzgeschichte; prophetische Vorausschau von 1953 ins 21. Jahrhundert.
Vergleich mit The Tenth Victim – Das zehnte Opfer (Roman von Robert Sheckley) folgt.
Ersterscheinung in Galaxy, April 1953 (Erstfassung)
Wiederabdruck in den Kollektionen
Untouched by Human Hands (1954)
Is That What People Do? (1984)
The Collected Short Stories of Robert Sheckley Book Four, Pulphouse 1991. S. 191-205
The Masque Of Mañana (2005)
Deutsch als "Das siebte Opfer" in: Für Menschen ungeeignet. Bergisch-Gladbach: Bastei, 1982. S. 169-187
Das Thema wurde auch im Krimi des österreichischen Autors Heinrich Steinfest: Die feine Nase der Lilli Steinbeck verarbeitet: siehe sheckley Literatur.
Verfilmung
The Tenth Victim, 1966
Das zehnte Opfer mit Marcello Mastroianni, Ursula Andress, Elsa Martinelli
Literatur
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sheckley
sheckleyRobert Sheckley: Für Menschen ungeeignet. Science- Fiction- Geschichten. Bergisch-Gladbach: Bastei, 1982 steinfest
Heinrich Steinfest: Die feine Nase der Lilli Steinbeck. Piper 2007. Broschiert, 352 Seiten sheckley
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 18.10.2007