| Ben
Yalow, Hg.: From These Ashes. The Complete Short SF of
Fredric Brown Framingham, MA: Nesfa Press, 2002. Gebunden, 693 Seiten – |
| Fredric Brown hat gute Krimis geschrieben, bekannter ist er aber
durch seinen Science Fiction Stories. Der Herausgeber Ben Yalow erhebt
hier den Anspruch alle veröffentlichten SF Short Stories des Meisters
der Kruzgeschichten mit Clou versammelt zu haben. Es sind 110 Stories
aus den Jahren 1941 bis 1965, chronologisch angeordnet. Einleitung von Barry N. Malzberg. |
| Nahezu alle Stories
Browns haben eine Pointe oder zumindest den gewissen Dreh.
Außerirdische kommen gelegentlich vor, stehen aber nicht im Zentrum des
Interesses. Man kann die Stories kaum pauschal beschreiben, man muss
sie lesen! Darunter sind auch ein paar Storyzyklen wie "Great Lost
Discoveries" oder die "Nightmare in ...". Dabei ist selbstverständlich auch "Arena", die Robert Silverberg in die viel gerühmte Anthologie The Science Fiction Hall of Fame, Volume One, 1929–1964 aufgenommen hat. |
| Viele Stories haben auch eine soziale, politische oder gar
religiöse Aussage. Aber nie aufdringlich sondern lediglich durch einen
Analogie, die Brown aufzeigt. In dieser Sparte ist "The Weapon" zurecht
berühmt. "Pattern" fällt auch in diese Rubrik, ist aber weniger bekannt. Schon sechzehn Jahre vor John Lennons "Imagine" (1971) veröffentlichte Brown eine Kurzgeschichte unter diesem Titel (oder ist es ein Kurzessay?). Erstaunlich: wie die Botschaft Lennons: "Imagine no religion!" hat auch Brown eine religiöse Botschaft. Geister, Götter und Gnome kann man sich leicht vorstellen (und daran glauben), aber die blanken Wunder unseres Universums hält man schier für unglaublich. Man hält sie für so unglaublich, dass viele sie sich nur mit Geistern, Göttern oder Gnomen akzeptieren. |
| Fredric Browns Kurzgeschichten sind dialoglastig. Die skurrilen Einfälle dienen nicht dazu, dem Leser irgendwelche möglichen Fantasiegebilde vorzuführen (wie meist in der zeitgenössischen SF oder Fanatasy), sondern sind immer in unserer Welt verankert. Das macht – denke ich – die grosse Freude aus, wenn man zu diesem Sammelband greift. |
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