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Der Ewige Wanderer
als Thema in der Weltliteratur Gott zu Kain, der seinen Bruder Abel erschlagen hatte: "Unstet und flüchtig sollst du sein auf Erden." 1.Moses 4,12 |
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Das Thema des ewigen Wanderers, der zu ewigen, unsteten Lebenswandel
verdammt ist, gibt es in fast allen Kulturen. Odysseus, |
| Griechischer Mythos |
| Tantalos, lateinisch
Tantalus ein Sohn des Zeus und einer Nymphe, Liebling und Vertrauter der Götter. Er beleidigte die Götter schwer (es kursieren verschiedene Versionen) und wurde dafür zu ewigen Qualen im Tartaros verdammt. Er muss er durstend im Wasser stehen, das zurückweicht, wenn er trinken will; über ihm hängen Zweige mit Früchten, die zurückschnellen, sobald er nach ihnen greift: Tantalusqualen. |
| Atlas Sohn des Titanen Iapetos, Bruder des Prometheus. Nach dem Aufstand der Titanen gegen Zeus warf dieser seine Gegener in den Tartaros. Atlas mußte zur Strafe seitdem eine Ecke des Himmels auf seinen Schultern tragen. |
| Prometheus |
| Sisyphos |
| Kallisto eine Jagdgefährtin der Artemis; sie gelobte ihr Jungfräulichkeit; doch Zeus lockte sie in seine Arme. Danach geht der Mythos auseinander. Jedenfalls wurde Kallisto bestraft – von wem auch immer – als Bär verwandelt umher zu ziehen. Doch der Bär wurde von Zeus unter die Sterne versetzt. Doch Kallisto findet auch im Sternbild »Großer Bär« keine Ruhe: sie muß für immer um den Polarstern kreisen. Einer der Jupitermonde ist nach Kallisto benannt. |
| Odysseus König von Ithaka, tapfer, klug und listig. Seine abenteuerliche zehnjährige Heimreise nach dem Trojanischen Krieg ist Gegenstand der »Odyssee«, eines Homer ( |
| Literarische Verarbeitungen des Themas |
| Charles R. Maturin:
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| Herman Melville:
Moby Dick, 1851; |
| James Joyce: Ulysses, 1922 |
| Ein Loblied, ja Verherrlichung des Wanderers gibt |
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Joyce Carol Oates:
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| Musikalische Verarbeitungen des ewigen Wanderers |
| Oft ist nicht
der ewige Wanderer angesprochen, doch der ruhelose, heimatlose
Wanderer. Nicht aufgeführt sind themenferne Lieder wie Das
Wandern ist des Müllers Lust. Franz Schubert 1791-1827 "Wanderer" Fantasie Op. 15 in C Dur, D. 760 (Klavier solo) Der Wanderer an den Mond D. 870 Ich wandre fremd von Land zu Land, So heimatlos, so unbekannt; so rootless and unknown; Berg auf, Berg ab, Wald ein, Wald aus, Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus. Text: Der Wanderer D. 493. Ich wandle still, bin wenig froh, Und immer fragt der Seufzer, wo? Im Geisterhauch tönt's mir zurück: "Dort, wo du nicht bist, dort ist das Glück." Text: Carl Loewe [Johann Karl Gottfried] (1796-1869) Von des Hügels kahlem Rücken Wankt ein hagrer Greis herab, Wandelt fort mit stieren Blicken Über Bäche ohne Brücken; Nimmer ruht sein Wanderstab. Text: |
| Der ewige Wanderer in der Popmusik der Fifities |
| Das Thema gibt
es in Popsongs zuhauf, allerdings nicht in der mythischen
Ausprägung. Hier nur ein paar markante Beispiele. Ricky Nelson Travelin' Man Imperial 1961 "Oh well I'm the type of guy who will never settle down ... They call me the wanderer yeah the wanderer I roam around around around... " Dion The Wanderer Laurie 1962 |