| Der Fliegende Holländer ist der Sage nach dazu verdammt, ewig auf seinem Geisterschiff gegen die Winde zu kreuzen |
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| Der Kapitän des Fliegenden
Holländers hat den Zorn des Gottes oder der Götter
erregt. Zur Strafe muß er rastlos die Ozeane durchstreifen. ( Immerhin hat sein Schiff meist erstaunliche Eigenschaften: es kann ohne Wind segeln und sich auch im schwersten Sturm behaupten.Die Mannschaft ist nicht sichtbar oder erwacht nur nachts zu Leben. In einigen Fällen ist eine Erlösung möglich, aber mit schweren Bedingungen verbunden. Oft verschwindet das Schiff vor den Augen des Erzählers. Dies hat für die Beobachter Tod oder zumindest schwere Schicksalsschläge zur Folge. Der Name des Kapitäns ist oft Vanderdecken und das Phantomschiff wird nahe dem Kap Horn angetroffen. Der Kapitän oder auch die Mannschaft versuchen Briefe an vorbeifahrende Schiffe mitzugeben. Die Adressaten sind seit langem tot. | |
| Literarische Verarbeitungen des
Themas für eine vollständige Erfassung bekannter mitteleuropäischer u.a. Quellen siehe Helge Gerndt. Samuel Taylor Coleridge: The Rime of the Ancient Mariner, 1798 John Leyden.: "Scenes of Infancy" Walter Scott: Rokeby Cato II, XI, 1813 ———. The Pirate, 1821 anonym: "Vanderdecken's Message Home oder The Tenacity of Natural Affection". Blackwood's Edinburgh Magazine, Mai 1821 ———. "Vanderdecken's Botschaft in die Heimath, oder die Gewalt der Verwandtenliebe". Morgenblatt für gebildete Stände, Nr. 165-167. Übersetzung von "Vanderdecken's Message Home" Thomas Moore: The Indian Boat Washington Irving: "The Stormship", in: Bracebridge Hall, 1822 Heinrich Smidt: "Der ewige Segler" (Gedicht). Hammonia, 1822; wiederabgedruckt in Heinrich Smidt. Poetische Versuche, 1825. 95-98. anonym. "Von Evert, oder Ursprung der Matrosensage von dem fliegenden Holländer", Stuttgarter Morgenblatt, 1824, Nr. 45 ["Von Evert" ist der Schiffsname] M. H. Hudtwalcker: Bruchstücke aus Karl Bertholds Tagebuch, 1826 Heinrich Heine. Reisebilder II. Die Nordsee. S. 13 f. William Austin: Peter Rugg, the missing man, 1824 und 1826 James Fenimore Cooper: The Red Rover, 1827 Edward Fitzball: The Flying Dutchman or the Phantom Ship. Uraufführung im Adelphi-Theater London, 4. Dezember 1826 Wilhelm Hauff: Die Geschichte von dem Gespensterschiff, 1826 Heinrich Smidt: "Der ewige Segler" (Novelle). Seegemälde. Leipzig, 1828. S. 135-46. Douglas Jerrold. The Flying Dutchman or the Phantom Ship. 1829. Drama Heinrich Heine: Aus den Memoiren des Herre von Schnabelewopski, 1834 Heinrich Smidt: Seemanns-Sagen und Schiffer-Märchen. 2 Bde. Berlin 1835-36. 2. Ausgabe 1849 (enthält 22 Novellen). Frederick Marryat: The Phantom Ship or the Flying Dutchman, 1839 William Johnson Neale. The Flying Dutchman: a legend of the High Seas. 3 Bde. London 1839 Richard Wagner (französischer Textentwurf), Pierre Louis Dietsch (Musik). Le vaisseau fantôme, ou Le maudit des meres, opéra fantastiqe en deux actes, 1841 Uraufführung an der Grand Opéra, Paris ———. Der fliegende Holländer, Uraufführung am 2.1.1843 in Dresden Ludwig Bechstein: "Der Fliegende Holländer", Märchen, in: 1845 Deutsches Märchenbuch oder 1855 Neues deutsches Märchenbuch Herman Melville: Moby Dick. 1851; Albert Emil Brachvogel: Der fliegende Holländer. 4 Bde. Berlin 1871. David Belasco.: "Vanderdecken", 1878 – anonym: The Demon Seaman and the Lass that Loved a Sailor, London 1887 William Clark Russell: The Death Ship: A Strange Story, 1888 Edward Everett Hale: A Man Without a Country, 1919 Karl Wilding, Übs.: Der Fliegende Holländer. Eine Erzählung für die Jugend von Kapitän Marryat. Berlin, ca. 1930 Ray Hale: Der fliegende Holländer, ? Jens Bjørneboe: "The Dutchman" in: The Sharks, 1992 Brian Jacques: Castaways of the Flying Dutchman, 2001. Deutsche Ausgabe: Die Gestrandeten, 2003 Dietlof Reiche: Geisterschiff. München, 2002. Annejoke Smids: Piratenblut. Bindlach: Loewe, 2006 [Piratenbloed, 2003] | |
| Sekundärliteratur Barth, Johannes. "Neues zum Fliegenden Holländer. Die bislang unbekannte erste Mitteilung der Sage in deutscher Sprache und Wilhelm Hauffs Geschichte von dem Gespensterschiff". Fabula 35 (1994), S. 310-315. Bassett, Wilbur. Wanderships. Folkstories of the Sea. Chicago 1917. Engert, Rolf. Die Sage vom fliegenden Holländer. Meereskunde. Heft 173. 1927. Gerndt, Helge. Fliegender Holländer und Klabautermann. Göttingen 1971. 256 Seiten. Golther, Wolfgang. "Der fliegende Holländer in Sage und Dichtung". 1893. Neudruck in Wolfgang Golther. Zur deutschen Sage und Dichtung. Leipzig 1911. S. 7-15. Kalff, G. De sage van den Vliegenden Hollander, naar behandeling, oorsprung en zin oderzucht. Woeller, W. "Die Sage vom Fliegenden Holländer". Deutsches Jahrbuch für Volkskunde 14 (1968). S. 292-314. | |
| Originaltexte
online John Leyden: "Scenes of Infancy" Walter Scott: Rokeby Cato II, XI, 1813 anonym. "Von Evert, oder Ursprung der Matrosensage von dem fliegenden Holländer", 1824 William Austin: Peter Rugg, the missing man, 1824 und 1826 Heinrich Smidt. Fußnote zu "Der ewige Segler" (Gedicht), 1825. Wilhelm Hauff: Die Geschichte von dem Gespensterschiff Heinrich Heine: Aus den Memoiren des Herrn von Schnabelewopski Richard Wagner: Der Fliegende Holländer Edward Everett Hale: A Man Without a Country Jens Bjørneboe: "The Dutchman" | |
| Verarbeitung des Themas im Film Das Geheimnis des Fliegenden Holländers. Dokumentation 52 min., Deutschland 2002, ZDF. Regie: Walter Braamshorst. Der Legende nach treibt sich der "Fliegende Holländer" - ein Geisterschiff - vor dem Kap der Guten Hoffnung vor Südafrika herum. Er wartet auf Schiffe, die ihm zu nahe kommen, um sie zu zerstören. Die Dokumentation untersucht die Geschichte des berühmten Geisterschiffes. |
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| Der Fliegende Holländer im Pop | |
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| Weitere Links Die schönsten deutschen Heimatsagen: |
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