| Romain Gary: Du hast das
Leben noch vor dir [La vie devant soi]. Aus dem Franz. von Eugen Helmlé. München: Diana, 2002. Taschenbuch, 222 S. Lizenz S.-Fischer-Verlag, Frankfurt am Main – |
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| Nach einer Empfehlung Elke Heidenreichs in der
Lesen! Sendung vom 29. April 2003 für Eric-Emmanuel Schmitt Monsieur
Ibrahim und die Blumen des Koran ( |
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| Inzwischen wurden zu Eric-Emmanuel Schmitt Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran Plagiatsvorwürfe erhoben. Es wurden Übereinstimmungen (identische Personen und Erzählstränge) zu dem 1975 erschienenen Roman Du hast das Leben noch vor dir [La vie devant soi] des 1980 verstorbenen französischen Autors Romain Gary (Pseudonym Emile Ajar) festgestellt. Gary gewann damit den bedeutenden Literaturpreis Prix Goncourt. SZ, 21.11.2003, S.18. Die Plagiatsvorwürfe haben Substanz, wenn man Romain Gary: Du hast das Leben noch vor dir gelesen hat. | ||||
| Die alte fette Madame Rosa
kümmert sich in einem Pariser Vorort um die Kinder von
Prostituierten. Mohammed, genannt "Momo", ist ihr besonders lieb, sie
gaukelt ihm ein niedrigeres Alter vor. Doch eines Tages merkt Momo,
daß er schon 14 ist und sein Vater kommt zu Besuch. Momo ist Ich-Erzähler und Romain Gary und der Übersetzer treffen seine Sprache genau. Wie der echte Blues zu weißen Nachahmungen, so verhält sich dieser harte Roman von den verlassenen Kindern zu Eric-Emmanuel Schmitts geglättetem Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran. Momo lernt vieles auf dem harten Weg. "Wenn ich etwas kann, dann ist es laufen. Ohne das kommt man im Leben nicht weiter" (S. 19). In seinen Kreisen ist es eine Auszeichnung, bei der Polizei gut bekannt zu sein (S. 156). Doch er lernt nicht nur Verhaltensweisen zum Überleben, sondern gewinnt auch Einsichten, die dem behüteten Menschen (oder Erwachsenen) oft verborgen sind.
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| Biografie Romain Gary wurde als 1914 in Moskau oder Vilnius, Litauen als Romain Kacew als Sohn einer jüdischen Uhrmacherstochter und unbekanntem Vater geboren. Er schrieb englisch und französisch, auch unter dem Pseudonym Émile Ajar. Gary war mit der Filmschauspielerin Jean Seberg verheiratet. 1956 Racines du ciel. Prix Goncourt; verfilmt als The Roots of Heaven, 1958, von John Huston, mit Trevor Howard, Juliette Greco, Errol Flynn. 1976 La vie devant soi. Unter dem Pseudonym Émile Ajar. Prix Goncourt. 1977 verfilmt unter "La vie devant soi", englische Titel: "Life Ahead" und "Madame Rosa". Dezember 1980 Paris (Freitod) |
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| Links | ||||
| Romain Gary | ||||
| Literatur | ||||
| Claudia
Gronewald: Die Weltsicht Romain Garys
im Spiegel seines
Romanwerkes. Münster: Nodus, 1997. Taschenbuch, 260
Seiten. Münstersche Beiträge zur romanischen
Philologie. Bd. 18. Diss.phil. Münster (Westf.) Astrid Poier-Bernhard: Romain Gary im Spiegel der Literaturkritik. Frankfurt: Lang, 1999. Taschenbuch, 300 Seiten Astrid Poier-Bernhard: Romain Gary - das brennde Ich: literaturtheoretische Implikationen eines Pseudonymenspiels. Tübingen: Niemeyer, 1996. Broschiert, 216 Seiten |
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| Romain Gary (Emile Ajar). La vie
devant soi. Stuttgart: Klett, 1992. 96 Seiten | ||
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