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Shute
Nevil Shute: Schach dem Schicksal
[The Chequer Board, 1947] William G. Frank, Übs.
Frankfurt am Main: Büchergilde Gutenberg, 1956. Gebunden, 280 Seiten – Nevil LinksNevil Literatur

Dem kriegsverletzten Handelsvertreter John Turner wird mitgeteilt, dass er wegen eines irreparablen Splitters in seinem Hirn nicht mehr lange zu lebnene hat. Er entschließt sich seine verbleibende Zeit zu nutzen und die drei Kameraden aufzusuchen, die mit ihm im Kriegslazarett lagen.
Alle haben ihr Schicksal irgendwie gemeistert. Phillip Morgan zog nach Burma, ist dort wohlhabend und hoch angesehen und mit einer Einheimischen verheiratet. Am verworrensten ist die Geschichte von Dave „Duggy” Brent, der John ebenfalls nachspürt. Überraschend hat einer der im Krieg in England stationierten Afroamerikaner Dave Lesurier das englische Ladenmädchen Grace Trifusis geheiratet. Mit ihr gab es im Krieg eine heikle Affäre.
US-Oberst McCulloch will im englischen Dorf, in dem die US Armee mit einem hohen Anteil an Afroamerikaner stationiert ist, jene absondern. Sie sollen im Bahnhof ihr Buffet erhalten und keinen Zutritt zum „White Heart” mehr erhalten. Doch der Wirt Frobisher weigert sich.
Die eigentliche Affäre ist ein vermeintlicher Angriff von Dave auf Grace, manche reden von Notzucht. Dave soll vors Armeegericht und hätte dort nichts Gutes zu erwarten. Frobisher schreibt deshalb einen Brief an General Dwight Eisenhower (S. 198-199), ein dramatischer Höhepunkt des Romans.
Die Botschaft des Romans: die Menschen können, egal wohin sie auf dem Schachbrett des Lebens verschlagen werden, gut zusammenleben, wenn sie einander kennen und vertrauen.
Im englischen Original heißt der Roman „The Chequer Board”. Nevil Shute zeigt im dem Roman vorgesetzten Vers von Omar Khayyam den Zusammenhang:
'Tis all a Chequer-board of Nights and Days
Where Destiny with Men for Pieces plays:
Hither and thither moves, and mates, and slays,
And one by one back in the Closet lays.
Omar Khayyam: Rubayat, ins Englische übersetzt von Edward Fitzgerald
Ins Deutsche vom Übersetzer des Romans  William G. Frank (eigentlich Rudolf Frank):
Dies alles ist ein Schachbrett aus Nächten und Tagen
Schicksal Menschenfiguren bewegt
Sie werden gehoben, geschoben, geschlagen
Und in den dunklen Kasten gelegt
Schach
Außer im deutschen Titel gibt es noch einen winzigen Schachbezug im Roman selbst. Wenn Dave Lesuier mit seinen Kameraden Dame spielt, nennt er es Schach (S. 98, 255).
Obwohl der Roman in zeitgenössischen Medien nach Erscheinen und im Web heute vielfach gelobt wird, kam er bei mir nicht so recht an. Der rote Faden des John Turner, der seine Kameraden aufsucht, war mir zu dünn. Die einzelnen Episoden werden von Shute zu ausgedehnt dargestellt. Das trifft sogar für die an sich packenden Affären zwischen Frobisher und McCulloch und Dave und Grace zu.
Für seine Zeit (erschienen 1947, deutsch 1956) waren die Ehen zwischen Philipp Morgan und der Burmesin und Dave und Grace wohl hart, heute wühlt das kaum noch jemand auf.
Nicht verwechseln mit
Friedrich Wilhelm von Mellenthin: Schach dem Schicksal. Ein deutscher Generalstabsoffizier berichtet von seiner Herkunft, seinem Einsatz im Zweiten Weltkrieg und seinem beruflichen Neubeginn nach dem Krieg
siehe a href="#lit">Nevil Literatur,
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ShuteNevil Shute Norway
ShuteRudolf Frank, Pseudonym William G. Frank: Theatermann, Übersetzer
ShuteNevil Shute – Wikipedia
ShuteThe Chequer Board
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Shute ShuteNevil Shute: Schach dem Schicksal. Frankfurt am Main: Büchergilde Gutenberg, 1956. Gebunden, 280 Seiten

Shute ShuteNevil Shute: The Chequer Board. Vintage, 2009. Taschenbuch, 292 Seiten Mellenthin
Friedrich Wilhelm von Mellenthin: Schach dem Schicksal. Ein deutscher Generalstabsoffizier berichtet von seiner Herkunft, seinem Einsatz im Zweiten Weltkrieg und seinem beruflichen Neubeginn nach dem Krieg. Biblio, 1988. Loseblattsammlung, 255 Seiten Shute
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