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Proust
Philosophisches in Marcel Proust: Eine Liebe von Swann
René Descartes und Platons Ideenlehre
"... und ausrief: »In Gottes Namen« wie diejenigen, die, nachdem sie leidenschaftlich das Problem der Realität der Außenwelt oder der Unsterblichkeit der Seele zu erfassen versucht haben, ihrem erschöpften Hirn die Entspannung schlichten Glaubens gestatten." (Eine Liebe von Swann, S. 163)
Hier spielt Proust auf René Descartes (1596 - 1650) an. In seinen Meditationen überdenkt er genau dieses (Außenwelt). Nur über seine "Gewissheit", dass es einen nicht täuschenden Gott geben müsse (schlichter Glauben), kommt Descartes über sein "Cognito, ergo sum" hinaus. proust Zitate Descartes
"Swann hatte also nicht unrecht zu glauben, daß das Thema der Sonate wirklich existiere. Gewiß war es menschlich in dieser Sicht, dennoch aber gehörte es einer Ordnung übernatürlicher Wesen an, die wir niemals gesehen haben und doch mit Entzücken erkennen, wenn es einem Erforscher des Unsichtbaren gelingt, eins davon einzufangen und es von seiner Götterwelt her einen Augenblick über der unsern erstrahlen zu lassen." (Eine Liebe von Swann, S. 242)
Platons Ideenlehre: Die Idee (hier: das Thema der Sonate) ist die Urgestalt. Sie ist unveränderlich und ewig (übernatürliches Wesen). Der Zugang zur Idee ist nicht die Erfahrung, sondern die Erinnerung, die Anamnesis. Wir haben sie "niemals gesehen" und können sie trotzdem "erkennen". proust Zitate Platon
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 10.5.2005