| Antoine de Saint-Exupery. Wind, Sand und
Sterne [Terre des Hommes] Düsseldorf: Rauch, 1958. Broschiert, 190 Seiten. Henrik Becker, Übs. |
| Ein Wiederlesen mit einem Klassiker
aus meiner Schulzeit, wohl angeregt durch die 60. Wiederkehr des Todes von
Antoine de Saint-Exupery. Am 31. Juli 1944 startete er als Fernaufklärer
von Korsika und kam nie an. Antoine de Saint-Exupery war selbst leidenschaftlicher Flieger und alle seine Werke sind ein Loblied auf die Fliegerei, angeblich so schreibt er in Wind, Sand und Sterne nicht als Zweck, sondern als Mittel. So wie der Bauer seinen Plug einsetzt, der Handwerker seinen Hobel um im Kampf zu bestehen, so hat der Flieger sein Flugzeug. Doch mir scheint es bei Saint-Exupery mehr zu sein. Wind, Sand und Sterne ist eine Mischung aus selbsterlebten Abenteuern als Pilot über Frankreich, Spanien, Afrika und Südamerika und Reflexionen über die Fliegerei und das Leben. Der Höhepunkt des Romans ist das Kapitel "Durst", in dem er und sein Kamerad über der nordafrikanischen Wüste abstürzen. Sie überleben den Absturz, haben aber wenig Ahnung, ob sie den Nil schon überquert haben oder nicht. Dem Verdürsten nahe werden sie zuletzt noch gerettet. Der pathetische Ton irritiert gelegentlich, doch wird das mehr als wett gemacht, durch die tiefe Humanität, die aus Saint-Exuperys Überlegungen hervorsticht. So verzeihen wir ihm seine Heroisierung des Kampfes. Er braucht dazu nicht den Haß: "Der Krieg betrügt uns: denn der Haß erhöht das Hochgefühl des Kampfes nicht" (S. 183-84). Lesenswert. |
| Thema Durst und Dürre Antoine de Saint-Exupery: Wind, Sand und Sterne Robert Trumbull: Das Floss. Siegfried von Vegesack: Aufruhr in der Quebrada. Eine Erzählung aus Argentinien. |
| Literatur |
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| Antoine de Saint-Exupery. Wind,
Sand und Sterne. Düsseldorf: Rauch, 1999. Gebunden, 220 Seiten |
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| Antoine de Saint-Exupery. Wind,
Sand und Sterne, "Durst", Audio-CD von Ulrich Mühe. Patmos, 2003. CD +
72 Seiten
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