| Romain Gary: Lady
L. [Lady L] München: Dtv, 1966. 168 Seiten – |
| In Lady L. erzählt
die achtzigjährige Diana L. ihr Leben. Sie ist eine
kultivierte Dame der englischen High Society, schwerreich und in den
höchsten Kreisen geachtet. Ihr Zuhörer ist ein nur
etwas jüngerer Percy, genannt Old Silly. Lady L. stammst aus
ärmlichster französischer Familie und arbeitete sich
in Ganoven- und Anarchistenkreisen hoch. Dabei verliebt sie sich
lebenslang anhaltend in Armand, der anarchischen Luftschlösser
und Revolutionen anhängt. Durch ihre Beziehungen zum
steinreichen Dicky, einem englischen Adeligen schafft sie den Sprung in
die Aristokratie. Doch ihre Vergangenheit holt sie immer wieder ein.
Schließlich löst sie ihre Hörigkeit
gegenüber Armand auf sehr eigenwillige Weise. Dieser Clou
erinnert an die Kurzgeschichte von Edgar
Allan Poe: "The Cask of Amontillado" (> Lady L. ist eine lockere und amüsante Gaunerkomödie und Sozialsatire. Der Autor stellt die Hohlheit der scheinbar besseren Gesellschaft bloß, aber auch die Sozialphantastereien revolutionärer Spinner. Er widmete den Roman "Lady L." und meinte damit Lesley Blanch, seine Ehefrau. |
| Zitat
von Oscar Wilde
(S. 134) "Ich kann allem widerstehen, nur nicht der Versuchung" im Original: "I can resist anything but temptation" aus: Lady Windermere's Fan, 1892, Akt I |
| Links |
| Literatur |
| Claudia
Gronewald: Die Weltsicht Romain Garys
im Spiegel seines
Romanwerkes. Münster: Nodus, 1997. Taschenbuch, 260
Seiten. Münstersche Beiträge zur romanischen
Philologie. Bd. 18. Diss.phil. Münster (Westf.) Astrid Poier-Bernhard: Romain Gary im Spiegel der Literaturkritik. Frankfurt: Lang, 1999. Taschenbuch, 300 Seiten Astrid Poier-Bernhard: Romain Gary - das brennde Ich: literaturtheoretische Implikationen eines Pseudonymenspiels. Tübingen: Niemeyer, 1996. Broschiert, 216 Seiten |
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| Romain
Gary: Lady L. Gallimard-Jeunesse. Taschenbuch, 250
Seiten (französisch) |
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