| Boylan, Roger: Killoyle. Eine irische
Farce Kein & Aber, 1999. Rowohlt, Harry, Übs. |
| Als mir jemand diese 4 CD lieh, gab
ich nach einer halben Stunde auf: zu langweilig, der Witz kam nicht bis zu mir.
Harry Rowohlts tiefe Reibeisenstimme störrte mich. Es lag an mir. Meine
Synapsen waren falsch eingestellt. Ein halbes Jahr legte ich die CD nochmals auf und war begeistert. Ich erwartete keine Handlung und konnte in diesem Punkt nicht enttäuscht werden. Ich lauschte den Worten, heimste viel Wortwitz ein und pralle Komik durch die Personen des irischen Alltagsdramas. Wieviel davon Rowohlt aus dem Original rettete, oder wieviel gar auf sein Konto gehen, kann ich nicht beurteilen. Roger Boyle lässt ein Personenpanoptikum auf der Grafschaft Killoyle in Irlands Südosten entstehen. Mit der Zeit kennt der Leser (ich hörte die von Harry Rowohlt, dem Übersetzer, gelesene Audiofassung) seine Iren und nimmt an ihren kleinen Freuden (meist ist es jedoch täglicher Unbill wie Aufstehen, Arbeiten und Alkohol) teil. Mein braucht die richtige Wellenläge, um hier voll dabei zu sein. Ein Schnelltest auf die Wellenlänge mag eine Bemerkung über Iren sein (nicht aus Killoyle): "In Irland ist man erst dann richtig betrunken, wenn man nicht mehr ohne fremde Hilfe am Boden liegen kann." Wer hier nicht wenigstens schmunzelt, sollte mit Killoyle vermutlich (noch) nicht anfangen. Beim zweiten Mal anhören war's mir vergönnt, in die richtige Spur zu rutschen und ich freue mich schon, wenn ich in ein paar Jahren nochmals die vier CDs anhören werde. |
| Links |
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| Boylan, Roger: Killoyle.
Dalkey Archive, 1997. 248 Seiten |
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